Lernen erfahrbar machen

Das weltweite Wissen wächst immer schneller, Lerninhalte in Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten werden zunehmend komplexer. Eine Antwort auf diese Herausforderung sind digitale Lernsysteme. Sie sollen uns helfen, Lernen intuitiver und zugleich orts- und zeitunabhängig zu gestalten. Wie das genau funktionieren kann, erfahren Schüler, Pädagogen und interessierte Bürger auf der Informationstour „Erfahrbares Lernen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), die am 15. November 2018 an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig zu Gast ist. In der Zeit von 12 bis 17 Uhr können Besucher im Nieper-Bau der HTWK Leipzig (Karl-Liebknecht-Straße 134, 04277 Leipzig) verschiedene neue Lernmethoden selbst ausprobieren. Ab 17 Uhr lädt die HTWK Leipzig ein zur Innovation Night „Wirtschaft – Wissenschaft – Klinik“ mit Vortrag und Podiumsdiskussion zur Zukunft der chirurgischen Ausbildung. Der Eintritt ist frei, um eine Anmeldung bis zum 9. November wird gebeten.

Im Rahmen der interaktiven Ausstellung zeigen Wissenschaftler der HTWK Leipzig ihre neueste Entwicklung für die Aus- und Weiterbildung von zukünftigen Chirurgen: In einem Lernspiel können Ärzte sowohl erste chirurgische Handgriffe üben als auch an einem hoch-realistischen Simulationssystem eine echte Bandscheibenoperation durchführen. Ob die Operation erfolgreich war, zeigt am Ende die Auswertung auf der integrierten Lernplattform. Diese soll angehende Chirurgen vom Medizinstudium über die gesamte Facharztausbildung hinweg begleiten. „Mit chirurgischen Simulatoren können sich Mediziner auf kritische Situationen bei einer Operation vorbereiten, ohne dass dabei ein Risiko für einen echten Patienten entsteht“, sagt Werner Korb, Professor für Simulation und Ergonomie in der operativen Medizin an der HTWK Leipzig.

Daneben werden die Ergebnisse neun weiterer Forschungsprojekte zu innovativen Lernsystemen für Schule und Ausbildung ausgestellt. So werden beispielsweise abstrakte Lerninhalte wie Mathematik und Informatik durch Eingabegeräte und interaktive Tische spielerisch begreifbar gemacht. Auch das RobertaRegioZentrum Leipzig mit seinen Lego-Robotern beteiligt sich mit einer Mitmachstation.

Die Veranstaltung in Leipzig ist die dritte Station der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung durchgeführten Informationstour. Weitere Stationen sind München, Bremen und Aachen.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. sc. hum. Werner Korb, HTWK Leipzig, Professur für Simulation und Ergonomie in der operativen Medizin
Tel.: +49 176 222 43 749, E-Mail: werner.korb@htwk-leipzig.de

Scroll to Top