Leopoldina-Lecture: Hans Oberleithner spricht über die Wirkung von zu viel Salz in Zellen

„Wie Blutgefäße Salz fühlen – und darunter leiden“
Dienstag, 24. Mai 2011, 19.00 Uhr
Vortragssaal der Leopoldina
Emil-Abderhalden-Straße 36 in 06108 Halle (Saale)

Ohne Salz würde der menschliche Körper nicht funktionieren. Durch veränderte Lebensweisen und Ernährungsgewohnheiten nehmen Menschen jedoch zunehmend mehr Salz auf, als sie tatsächlich brauchen. Zuviel aufgenommenes Kochsalz schädigt Gefäße, Herz und Nieren und steigert das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Das ist hinlänglich bekannt. Doch welche Prozesse laufen dabei auf zellulärer Ebene ab? Welche Mechanik haben lebende Zellen? Die Zellen, die die Blutgefäße innen auskleiden, versteifen durch ein Überangebot an Natrium und verlangsamen die Durchblutung. Mit modernen Methoden wie der Atomic Force Microscopy (Kraftmikroskopie) lässt sich diese Wirkung von Salz auf die menschlichen Zellen untersuchen und erstmals auch anschaulich darstellen.

Prof. Dr. Hans Oberleithner ist Grundlagenforscher und seit 2009 Mitglied der Leopoldina. Der gebürtige Oberösterreicher promovierte 1975 in Innsbruck. Als Post-Doktorand forschte er dort sowie an der Yale University in den USA. In Innsbruck wurde Oberleithner 1983 habilitiert und erhielt noch im selben Jahr einen Ruf an die Universität Würzburg. Seit 1997 leitet er das Institut für Physiologie II der Medizinischen Fakultät der Universität Münster.

Die Leopoldina-Lecture findet im Rahmen des Symposiums „Von Molekülen zu Funktionen / From molecules to functions“ statt, zu dem Sie ebenfalls herzlich eingeladen sind. In dem Symposium der Klasse II der Leopoldina, in der die Sektionen der Bio-/Lebenswissenschaften vertreten sind, spannen die Mitglieder der Akademie, allesamt führende Wissenschaftler, einen großen thematischen Bogen und stellen ihre Forschungsarbeit vor. Das Symposium richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und auch an Studierende sowie an alle an Wissenschaft interessierten Bürger. Das Symposium versteht sich als ein neues Forum für den Austausch zwischen der Leopoldina und der regionalen Wissenschaftslandschaft.

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