Lektüretipps für Gartenfreunde

(djd). Egal ob Einsteiger oder passionierter Hobbygärtner: Was gibt es Schöneres, als gemütlich im Gartenstuhl zu sitzen und sich in einem guten Buch Anregungen für die Gestaltung des eigenen Grüns zu holen oder sich auf eine literarische Reise in die Welt faszinierender Gartenschätze zu begeben?

Qual der Wahl

Schon Goethe liebte vor mehr als 200 Jahren das sinnliche Vergnügen im Garten und beschäftigte sich in seinen Werken häufig mit dem Thema. Die Faszination Garten lässt aber auch in unserer eher hektischen und technisierten Zeit nicht nach. Jahr für Jahr erscheint neue Literatur über Traumgärten aus aller Herren Länder. Anschauliche Ratgeber helfen zum Beispiel bei der Umsetzung von Trends wie dem aktuell beliebten Selbstversorgergarten. Übrigens: Zu den prominentesten Selbstversorgern seiner Zeit zählt sicherlich Goethe, der im Weimarer Ilmpark ein grünes Idyll anlegte, um unter anderem Spargel und Erdbeeren zu ernten. Umfangreiche Nachschlagewerke informieren über die Art und Herkunft von Pflanzen. Reich bebilderte Garten-Reiseführer lassen Gartenliebhaber in spannende Welten abtauchen. Kurz gesagt: Sie bieten Inspiration, machen Lust auf Grün und sind unerlässlich für das erfolgreiche Gärtnern. Vom schmalen Büchlein bis zum aufwendig gestalteten Lesewerk findet sich für jeden Geschmack und jeden Bedarf die passende Lektüre. Doch im großen Angebot der Gartenbuchklassiker sowie der vielen Neuerscheinungen fällt es oft schwer, den Überblick zu behalten und das richtige Buch auszuwählen.

Eine gute Orientierungshilfe bietet die Verleihung des Deutschen Gartenbuchpreises 2012. Eine mit Experten hochkarätig besetzte Jury wählt aus der Vielzahl der eingereichten Bücher nach strengen Kriterien ihre Favoriten aus und kürt sie in sieben Kategorien wie „Bester Ratgeber“ oder „Bestes Buch über Gartengeschichte“ zu Siegerbüchern. Die begehrte Auszeichnung wurde in Kooperation mit dem Waiblinger Unternehmen Stihl in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal auf dem Barockschloss Dennenlohe in Mittelfranken vergeben. „Der Hinweis auf herausragende Neuerscheinungen der Gartenliteratur weckt bei vielen Menschen nicht nur Lust auf diese Art der Literatur, sondern oftmals auch die Liebe zu ihrem eigenen Garten“, weiß Robert Freiherr von Süsskind, Initiator und Juryvorsitzender des Deutschen Gartenbuchpreises.

Die prämierten Bücher im Überblick
Folgende Bücher wurden mit dem begehrten Preis ausgezeichnet:

– Bester Ratgeber: „Der Selbstversorger-Garten“ (BLV Verlag) von Elke von Radziewsky und Jürgen Holzenleuchter (Fotos)

– Bester Bildband: „For Galanthophiles“ (Edition Art & Nature) von Josh Westrich (Fotos) und Clemens Heidger (Text)

– Bestes Buch über Gartengeschichte: „Neue Pflanzen für neue Gärten. Entwicklung des Farbsortiments von Stauden und Blumenzwiebeln und ihre Verwendung in Gartenanlagen zwischen 1900 und 1945 in Deutschland“ (Wernersche Verlagsgesellschaft) von Swantje Duthweiler

– Bester Garten-Reiseführer: „Gartenschätze in Bayern. 70 Parks und Gärten zum Entdecken und Genießen“ (Bayerische Gartenakademie / Callwey Verlag) von Konstanze Neubauer

– Bestes Gartenportrait: „Helleborus. Eine Monografie“ (Edition Viridit Art) von Christine Becker

– Dr. Viola Effmert Gedächtnispreis in der Kategorie „Bester Gartenkalender“: „Gräser im Garten“ (DuMont Verlag) von Jürgen Becker (Fotografie)

– Sonderpreise: „Urban Gardening: Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt“
(Oekom Verlag) von Christa Müller; „Stauden im Garten: Gestaltungsideen für immerblühende Beete“ (Callwey Verlag) von Bettina Rehm-Wolters und Markus Zeiler

Zudem wurde zum zweiten Mal ein Leserpreis in Kooperation mit dem Magazin „Mein schöner Garten“ in der Kategorie „Gartenratgeber“ vergeben, der an „Gartenblumen in Harmonie: Stauden gekonnt kombinieren“ (Verlag Eugen Ulmer) von Frank M. von Berger ging. Unter http://bit.ly/At41sl gibt es die ausführliche Begründung der Jurymitglieder für alle Preisträger.

Scroll to Top