Leipziger Diskussionsrunde über Organspende und das Ende des Lebens

11.000 Menschen warten in Deutschland auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Dem stehen für das Jahr 2014 voraussichtlich 3000 Spenden gegenüber. Eine erschreckend niedrige Zahl. Dabei haben viele Bürger einen Organspendeausweis zu Hause liegen – allerdings unausgefüllt. Denn gerade die Frage nach dem Tod des Spenders wirft zahlreiche Fragen auf, die Unsicherheit ist groß.

Im Akademie-Forum „Organspende und das Ende des Lebens“ diskutieren Experten über einige Fragen, die mit diesem Thema verbunden sind. Wie weit wir in den letzten Jahren in der Hirntoddebatte gekommen? Wie hat sich der Umgang mit dem Tod durch die technische Praxis verändert? Sinkt die Spendenbereitschaft aufgrund der Transplantationsskandale oder gelingt es einfach nicht, die nötige gesellschaftliche Akzeptanz herzustellen und Ängste zu beseitigen? Muss nicht auch grundsätzlich gefragt werden, welche Erwartungen an die Menschen herangetragen werden und was Organspende eigentlich für das Selbstverhältnis der Person bedeutet?

Auf dem Podium: der Theologe Hans-Peter Großhans, die Nuklearmedizinerin Kerstin Hohdorf, der Klinikdirektor Udo Kaisers, der Mediziner Joachim Thiery und der Philosoph und Akademiepräsident Pirmin Stekeler-Weithofer.

Im Anschluss an die Expretenrunde besteht die Möglichkeit für Fragen und Anregungen aus dem Publikum.

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