Leichtsinnig und riskant

(dmd-k). Unachtsamkeiten beim Autofahren sind äußerst gefährlich. Wer sich nicht auf den Straßenverkehr konzentriert, riskiert schnell einen Unfall mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen. Doch gerade bei jungen Autofahrern in Deutschland sind Ablenkungen wie Telefonieren, das Schreiben einer SMS, Essen oder Trinken am Steuer weit verbreitet. Immerhin – im europäischen Vergleich sind die Deutschen sogar noch relativ diszipliniert. Das ist das Ergebnis einer vom Reifenhersteller Goodyear in Auftrag gegebenen Umfrage unter 6.400 Autofahrern im Alter von 18 bis 25 Jahren aus 15 europäischen Ländern.

Wer erwischt wird, zahlt

Ein Drittel der 400 Befragten aus Deutschland telefoniert ohne Freisprechanlage während der Fahrt, mehr als jeder Vierte schreibt sogar Kurznachrichten. Im europäischen Durchschnitt sind es 44 Prozent, die telefonieren, 37 Prozent schreiben SMS. Unterschiede gibt es in Deutschland zwischen den Geschlechtern: Junge Frauen in Deutschland haben häufiger das Handy am Ohr (35 Prozent) als Männer (32 Prozent) und tippen öfter SMS (30 Prozent) als die männlichen Fahrer (23 Prozent). Wer dabei von der Polizei erwischt wird, muss mit einem Bußgeld sowie einem Eintrag in der Flensburger Verkehrssünderkartei rechnen.

Frauen lassen sich mehr ablenken als Männer

An der Spitze der Ablenkungen beim Fahren stehen allerdings Trinken und Essen. Dies praktizieren ebenfalls mehr Frauen (52 beziehungsweise 37 Prozent) als Männer (42 beziehungsweise 27 Prozent). Auch hier halten sich die jungen Autofahrer in Deutschland im europäischen Vergleich noch zurück. Europaweit gaben 58 Prozent der Befragten an, während der Fahrt zu trinken, 45 Prozent essen etwas.

Der Goodyear-Umfrage zufolge richtet knapp jede fünfte Frau in Deutschland während der Fahrt ihr Make-up oder die Frisur, zwölf Prozent wechseln ihre Kleidung. Bei den Männern tun dies lediglich acht Prozent.

21 Prozent der jungen Autofahrer in Deutschland lassen sich beim Fahren schon mal von Gefühlen ablenken und küssen den Beifahrer beziehungsweise die Beifahrerin, darunter fast doppelt so viele Frauen (28 Prozent) wie Männer (15 Prozent). In der Türkei und Russland lassen sich mit 40 beziehungsweise 37 Prozent sogar noch mehr auf diese schöne, aber riskante Nebenbeschäftigung beim Fahren ein. Nur in Dänemark (19 Prozent), den Niederlanden (18 Prozent) und Großbritannien (neun Prozent) widmen sich weniger junge Autofahrer dem Beifahrer als in Deutschland.

Scroll to Top