Leibniz-Preis: DFG zeichnet RNA-Forscher und HIRI-Gründungsdirektor Jörg Vogel aus

Prof. Jörg Vogel, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und Gründungsdirektor des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung in Würzburg, einem neuen gemeinsamen Standort des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und der JMU, erhält den Leibniz-Preis 2017. Damit zeichnet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Vogel für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Ribonukleinsäure-Biologie (RNA) und für seine wegweisenden Beiträge zum Verständnis regulatorischer RNA-Moleküle in der Infektionsbiologie aus. Der Preis ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert. Verliehen werden die Leibniz-Preise 2017 am 15. März in Berlin.

„Wir gratulieren Jörg Vogel ganz herzlich zur Auszeichnung mit dem wichtigsten deutschen Forschungsförderpreis als Würdigung seiner herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der kleinen RNA-Moleküle“, sagt Prof. Dirk Heinz, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZI. „Jörg Vogel hat die Bedeutung der RNA-Biochemie in Bakterien und in der Infektionsbiologie sehr früh erkannt. Zudem hat er mit der Anwendung und Entwicklung von Hochdurchsatz-Sequenzierungsverfahren Pionierarbeit für die Analyse einzelner infizierter Zellen geleistet. Wir sind stolz darauf, einen exzellenten Forscher wie Jörg Vogel als Direktor des neu gegründeten Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung in Würzburg gewonnen zu haben und freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit mit ihm.“ Das neue Forschungsgebiet habe das Potenzial, Funktionsweise und Wirkungen kleiner regulatorischer RNA-Moleküle in bakteriellen Infektionsprozessen genauer zu verstehen. Dies könne neue Wege aufzeigen, die Krankheitserreger besser zu bekämpfen und daraus passende Therapieansätze zu entwickeln.

Über den Preisträger:
Jörg Vogel wurde 1967 in Cottbus geboren. Er studierte Biochemie an der Humboldt-Universität in Berlin und am Imperial College in London, wo er im Jahr 1999 auch promovierte. Nach Forschungsaufenthalten in Schweden und Israel kehrte er 2004 nach Berlin zurück und übernahm die Leitung einer Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie. 2009 wechselte er als Professor für Molekulare Infektionsbiologie an die Universität Würzburg. Für seine Forschung hat Vogel bereits mehrere Auszeichnungen erhalten. Unter anderem ist er gewähltes Mitglied der Europäischen Molekularbiologie-Organisation EMBO, der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina sowie der Amerikanischen und auch der Europäischen Akademie für Mikrobiologie.

Die Pressemitteilung und Bildmaterial finden Sie auf unserer Webseite unter dem Link

Weitere Informationen zu den Leibniz-Preisen finden Sie in der Pressemitteilung der DFG unter

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung:
Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern macht: Das zu verstehen soll den Schlüssel zur Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe liefern.

Der Leibniz-Preis:
Der Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG im Rahmen des Gottfried Wilhelm Leibniz-Programms verliehen, das der Bund und die Länder im Jahr 1985 eingerichtet hatten. Alle zehn Ausgezeichneten erhalten ein Preisgeld von jeweils bis zu 2,5 Millionen Euro für kommende Forschungsarbeiten. Ziel des Preises ist es, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern und ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zu ermöglichen.

Ihre Ansprechpartner:
Susanne Thiele, Pressesprecherin

Dr. Andreas Fischer, Wissenschaftsredakteur

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Presse und Kommunikation
Inhoffenstraße 7
D-38124 Braunschweig

Tel.: 0531 6181-1400; -1405

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