Leibniz-Institut für Neue Materialien als familienfreundliches Institut zertifiziert

„Dass unsere Mitarbeiter ihre Arbeitszeit im Rahmen eines Gleitzeitmodells oder in Absprache mit den Vorgesetzten auch darüber hinaus, zum Beispiel über flexible Teilzeitarbeit, sehr individuell regeln können, dass wir mit der Kinderbetreuungsbörse in Saarbrücken/Dudweiler kooperieren, dass Mitarbeiter nach Eltern- oder Pflegezeit reibungslos wieder einsteigen können, ist für uns mittlerweile selbstverständlich“, sagt Roland Rolles, kaufmännischer Geschäftsführer des INM. Es gehe jedoch nicht ausschließlich darum, den Mitarbeitern mehr Zeit für Familienangehörige zu ermöglichen. „Langfristig können wir die hohe Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter nur erhalten, wenn sie zufrieden sind, wenn sie einer Doppelbelastung durch Familie und Beruf gewachsen sind, wenn wir als Arbeitgeber eine hohe Attraktivität ausstrahlen, wenn die Mitarbeiter merken, dass das Thema Familie bei uns einen hohen Stellenwert genießt. Das muss sich in unterschiedlichsten Arbeitsbereichen widerspiegeln“, erläutert Rolles weiter.

Deshalb hat sich das INM entschlossen, in den nächsten Jahren ganz konkrete Maßnahmen in verschiedenen Arbeitsbereichen durchzuführen. Dazu werden am INM zum Beispiel ein betriebliches Vorschlagswesen eingeführt und wiederkehrende Wissenschafts-Termine nach Möglichkeit in eine familienfreundliche Arbeitszeit gelegt. „Wir wollen das Thema auch verstärkt in den Köpfen unserer Führungskräfte verankern, zum Beispiel durch Workshops und entsprechende Fortbildungen der Führungskräfte“, erklärt Claudia Fink-Straube, Projektleiterin des audits. Dadurch werde sich eine Kultur der gegenseitigen Rücksichtnahme und Toleranz entwickeln. Außerdem will das INM weiblichen, wissenschaftlichen Nachwuchskräften ein Mentoring-Programm anbieten, das bei der Bewältigung einer familiären und beruflichen Doppelbelastung unterstützen kann. „Damit unsere Mitarbeiter längerfristig planen können, wollen wir uns auch verstärkt dafür einsetzen, Familienphasen bei der Karriereplanung von Anfang an zu berücksichtigen, befristete Arbeitsverträge früher zu verlängern oder mit einer längeren Laufzeit auszustellen“, sagt Rolles weiter.

In den nächsten drei Jahren wird das INM diese und weitere Maßnahmen zu den Kernthemen Arbeitszeit, Arbeitsorganisation und Arbeitsort sowie zur Personalführung und Personalentwicklung umsetzen. Es folgt dabei einem strengen Auditierungsverfahren, bei der es sich zu einer jährlichen schriftlichen Rechenschaft verpflichtet. Nach erfolgreicher Umsetzung darf das INM im Jahre 2015 mit der Rezertifizierung durch die Hertie-Stiftung rechnen.

Ansprechpartner:
Dr. Claudia Fink-Straube
INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien
Projektleitung audit berufundfamilie
Tel: 0681-9300-392
E-Mail: claudia.fink-straube@inm-gmbh.de

Das INM erforscht und entwickelt Materialien – für heute, morgen und übermorgen. Chemiker, Physiker, Biologen, Material- und Ingenieurwissenschaftler prägen die Arbeit am INM. Vom Molekül bis zur Pilotfertigung richten die Forscher ihren Blick auf drei wesentliche Fragen: Welche Materialeigenschaften sind neu, wie untersucht man sie und wie kann man sie zukünftig für industrielle und lebensnahe Anwendungen nutzen?
Das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien gGmbH mit Sitz in Saarbrücken ist ein international sichtbares Zentrum für Materialforschung. Es kooperiert wissenschaftlich mit nationalen und internationalen Instituten und entwickelt für Unternehmen in aller Welt. Das INM ist ein Institut der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. und beschäftigt rund 180 Mitarbeiter. Seine Forschung gliedert sich in die drei Felder Chemische Nanotechnologie, Grenzflächenmaterialien und Materialien in der Biologie.

Scroll to Top