Leibniz-Institut für Altersforschung mit TOTAL E-QUALITY-Prädikat ausgezeichnet

Das Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut e.V. (FLI) in Jena widmet sich seit 2004 als erstes deutsches Forschungsinstitut der biologischen Alternsforschung und untersucht die molekularen Mechanismen von Alternsprozessen und alternsbedingten Krankheiten; ein wichtiger Beitrag für ein gesundes Altern. Derzeit forschen ca. 350 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus 30 Nationen am FLI; 63% in der Wissenschaft und 37% im wissenschaftsunterstützenden Bereich. Der Frauenanteil liegt momentan bei 55%, jeweils zur Hälfte im wissenschaftlichen und wissenschaftsunterstützenden Bereich.

„Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft spiegelt sich unser Selbstverständnis einer zeitgemäßen Personalpolitik besonders in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Etablierung von Maßnahmen, die Beruf und Familie besser kombinieren lassen, wieder“, berichtet Frau Diana Kirchhof, Personalleiterin am FLI. „Unter anderem unser Angebot flexibler Arbeitszeitmodelle, Teilzeitarbeit und Home Office, die Beratung zu Mutterschaft und Elternzeit sowie zur Wiedereingliederung in den Beruf, unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirkungsvoll, um ihre beruflichen mit familiären Verpflichtungen in Einklang zu bringen“, so Kirchhof weiter.
Das Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut hat sich in diesem Jahr erfolgreich um das TOTAL E-QUALITY-Prädikat (TEQ-Prädikat) beworben. Damit zeichnet der Verein TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. – der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird – jährlich Organisationen aus, die sich in besonderer Weise für Chancengleichheit einsetzen und bewertet dabei schwerpunktmäßig freiwillige Aktivitäten, die weit über die vom Gesetz geforderten Maßnahmen hinausgehen.

„Mit der Verleihung des TEQ-Prädikates wurde anerkannt, dass Familienfreundlichkeit und Chancengleichheit in unserem Institutsprofil fest verankert sind. Darüber hinaus bestätigt diese Auszeichnung nicht nur den Erfolg unserer bisherigen Arbeit, sondern ist auch für unser weiteres Handeln enorm wichtig“, freut sich der Vorstand des FLI, Frau Dr. Daniele Barthel (Administrative Direktorin) und Herr Prof. K. Lenhard Rudolph (Wissenschaftlicher Direktor). „Das Prädikat wird auch unsere Attraktivität als Arbeitgeber nachhaltig steigern“, sind sich die beiden sicher.

Ein Beispiel zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist das „Welcome-Back-Fellowship“ zur Erleichterung des Wiedereinstiegs in die Wissenschaft nach familienbedingter Auszeit, um das sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gleichermaßen bewerben können. Diese und andere Maßnahmen wurden mit dem Betriebsrat des FLI in der Betriebsvereinbarung zur Chancengleichheit und besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie festgehalten. „Wir freuen uns, dass unsere Aktivitäten anerkannt und mit dem Prädikat entsprechend gewürdigt werden“, betont die Personalleiterin des FLI. „Die unabhängige Jury lobte die besondere Klarheit unserer Bewerbung und erwartet für 2016 unsere Neubewerbung, wo wir unsere Fortschritte auf dem Weg zur Chancengleichheit weiter deutlich machen können.“

Das FLI hat bereits frühzeitig erkannt, dass bei der Besetzung von Stellen auch eine Unterstützung des Lebenspartners bei der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle am Arbeitsort bzw. in der Region eine entscheidende Rolle spielt (Dual-Career-Paare). Deshalb hat das Institut seine Aktivitäten auf diesem Gebiet ausgebaut und arbeitet in regionalen sowie überregionalen Dual-Career-Netzwerken mit.

Am FLI sind zurzeit 4 Juniorgruppenleiterinnen mit eigener Forschungsgruppe tätig (67%). Um den Anteil an Frauen in Führungspositionen weiter zu erhöhen, wurde vor zwei Jahren am FLI ein Fellow-Programm etabliert, mit dem besonders junge Wissenschaftlerinnen angesprochen werden. Der Fellow hat innerhalb des Programms die Möglichkeit, sich zu einem Juniorgruppenleiter bzw. einer Juniorgruppenleiterin zu qualifizieren.

Wie das Fellow-Programm unter Berücksichtigung von Dual-Career-Aspekten erfolgreich genutzt werden kann, zeigt ein aktuelles Beispiel aus dem FLI: Dr. Cristina Gonzalez-Estevez aus Spanien, eine junge Nachwuchswissenschaftlerin und baldige Mutter, wurde in das FLI-Fellow-Programm aufgenommen und beginnt ab November ihre Tätigkeit am Institut. Sie ist zusammen mit ihrem Lebenspartner von Madrid nach Jena gekommen, der im Rahmen des Dual-Career-Programms auch eine Postdoc-Stelle im Institut gefunden hat. „Wir haben uns über die Hilfestellung und tolle Unterstützung des Institutes sehr gefreut“, so die Spanierin. „Genau das, zeichnet unsere zeitgemäße Personalpolitik aus“, unterstreicht Frau Kirchhof. „Deshalb werden wir uns 2016 wieder um das Prädikat bewerben.“

Die Prädikatsvergabe fand am 28. Oktober 2013 im IBM Client Center in Ehningen statt.

Kontakt:

Dr. Kerstin Wagner
Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI)
Beutenbergstr. 11, 07745 Jena
Tel.: 03641-656378, Fax: 03641-656351, E-Mail: presse@fli-leibniz.de

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Hintergrundinfo

Der TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, Chancengleichheit von Frauen und Männern im Beruf zu etablieren und nachhaltig zu verankern. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Frauen in Führungspositionen. Neben der Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht es um eine chancengerechte Personalbeschaffung und -entwicklung, um die Förderung partnerschaftlichen Verhaltens am Arbeitsplatz und um die Berücksichtigung von Chancengleichheit in den Unternehmensgrundsätzen. TOTAL E-QUALITY steht dabei für Total Quality Management (TQM), ergänzt um die Gender-Komponente (Equality).

Der Verein wurde 1996 von Vertreter/innen großer deutscher Unternehmen mit Unterstützung der Bundesministerien für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie sowie für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gegründet. Der Verein hat heute fast 100 Mitglieder.

Für beispielhaftes Handeln im Sinne einer an Chancengleichheit ausgerichteten Personalführung vergibt der Verein jährlich das TOTAL E-QUALITY-Prädikat. Dieses Prädikat bescheinigt ein erfolgreiches und nachhaltiges Engagement für die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Beruf.

Bis zum Jahr 2013 wurden insgesamt 511 Prädikate an 253 Organisationen verliehen. 144 von ihnen haben das Prädikat bereits mindestens einmal erfolgreich verteidigt, 17 davon konnten bereits den Nachhaltigkeitspreis (Erhalt des Prädikats zum fünften Mal) erlangen. Die 253 Organisationen haben insgesamt ca. 2,5 Millionen Beschäftigte und ca. 800.000 Studierende, die von einer chancengerechten Personalpolitik profitieren. Weitere Informationen unter .
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Das Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena ist das erste deutsche Forschungsinstitut, das sich seit 2004 der biomedizinischen Altersforschung widmet. Über 350 Mitarbeiter aus 30 Nationen forschen zu molekularen Mechanismen von Alternsprozessen und alternsbedingten Krankheiten. Näheres unter .

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen, deren Ausrichtung von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften reicht. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung, unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Die Institute pflegen intensive Kooperationen mit Hochschulen, der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland und unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 16.500 Personen, darunter 7.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,4 Milliarden Euro. Näheres unter .

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