leibniz: Erbe

Es verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Seit jeher knüpfen wir an das Erbe der Vorherigen an und fragen uns, was bleibt, wenn wir nicht mehr sind. Traditionen und Wissen werden über Generationen weitergegeben. Oft bereichern uns Erbschaften; manchmal wiegen sie schwer oder machen krank. Wir forschen, um zu bewahren – und müssen dann beherzt handeln. Denn in der Gegenwart entscheidet sich, in welchem Zustand wir die Erde kommenden Generationen vermachen.
leibniz hat deshalb fünf Leibniz-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler in das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung auf dem Telegrafenberg geladen. In der Kuppel des Leibniz-Instituts haben eine Genforscherin, eine Archäologin, ein Soziologe, ein Materialforscher und ein Nachhaltigkeitsforscher darüber gesprochen, was Erbe für sie bedeutet – und welches Vermächtnis sie hinterlassen möchten.

Vieles ist von Beginn an vorgegeben. In unseren Genen schlummern Begabungen und Charakterzüge – aber auch Risiken für bestimmte Krankheiten. In Jena erforscht der Epigenetiker Francesco Neri vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut, wie Verhalten und Umwelt das Erbgut verändern. Welche Verantwortung ergibt sich daraus für die Gene unserer Kinder?

Verantwortung tragen wir auch für das Erbe alter Kulturen. Jahrtausendealte Vasen und Krüge verraten uns etwas über unsere Ursprünge. Doch immer wieder werden Antiken von Grabräubern entwendet und verscherbelt. Der Kriminalarchäologe Michael Müller-Karpe vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum, dem Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie, hat dem drittgrößten Schwarzmarkt der Welt den Kampf angesagt.

Außerdem lesen Sie in leibniz:
• Fundgrube: Bis ins kleinste Detail haben Urpferdchen, Riesenameisen und frühe Primaten im Schiefer der Grube Messel überdauert – und sie zum Welterbe gemacht.
• Altes Gemüse: Sie sehen mitunter wunderlich aus und schmecken intensiver, als es manchen lieb ist. Viele traditionelle Früchte wurden deshalb vom Feld genommen. Jetzt erleben sie einen zweiten Frühling.
• Das Erbe der Krise: Die Finanzkrise brachte die Welt 2008 ins Taumeln. Nun gibt es Warnungen vor dem nächsten Börsencrash. Sind wir heute besser vorbereitet? Ein Besuch bei Reint E. Gropp vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle.
• Infografik: Wir hinterlassen der Nachwelt verschiedene Dinge, Ideen und sogar Pflichten. Manche Erbschaften erwartet man – andere sind eher überraschend.
• Bauerbe: Immer wieder werden symbolträchtige Bauten abgerissen oder rekonstruiert – und mit ihnen ein Stück Geschichte.
• Die letzte Chance: Weltweit gibt es nur noch zwei Nördliche Breitmaulnashörner. Kann die Unterart der „Weißen Nashörner“ in letzter Minute vor dem Aussterben bewahrt werden? Ein Rettungsversuch.
• Was bleibt ohne Spuren? Der Epilog widmet sich der Frage, ob Biopolymere die Plastikflut stoppen können.
• Forschungspolitik: Wie können wir die Chancen einer digitalen Zukunft in unserem Sinne gestalten? Ein Gastbeitrag von Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung.
• Nur so ein Vorschlag: In seiner Kolumne widmet sich Leibniz-Präsident Matthias Kleiner dem Begriff der Nachhaltigkeit.

Das Magazin leibniz erscheint dreimal im Jahr. Das PDF und die Blätterversion finden Sie unter www.leibniz-gemeinschaft.de/medien/publikationen/journal/32018.

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Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft
Mirjam Kaplow
Tel.: 030 / 20 60 49 – 42
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David Schelp
Tel.: 030 / 20 60 49 – 47

Die Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 93 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro.

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