Lehre macht Karriere

Die Qualität der Lehre sichern und stetig verbessern – dieses Ziel verfolgt das Kompetenzzentrum Medizindidaktik Baden-Württemberg: Vor zehn Jahren wurde es von der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen im Auftrag und mit Anschubfinanzierung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württem-berg gegründet. Mit seinem kohärenten medizindidaktischen Qualifi-zierungsprogramm für Hochschullehrende ist das Kompetenzzentrum Medizindidaktik Baden-Württemberg an der Universität Tübingen bundesweit Vorreiter und Impulsgeber für innovative zukunfts-orientierte Lehre in der Medizin. Es bestehen enge Kooperationen mit den Medizinischen Fakultäten Freiburg, Ulm, Heidelberg und Mannheim.

Seit 2001 bietet das Zentrum mehrtägige didaktische Kurse für junge Lehrende bis hin zu Professoren. In gemeinsamen Kursen gewinnen Kliniker, Vorkliniker und Lehrende aus medizinnahen Ausbildungs-gängen methodisches Wissen darin, in praxis- und patientennahem Unterricht den Lernerfolg der Studierenden zu fördern und zu prüfen. Zusätzlich lassen sie sich in ihren realen Lehrveranstaltungen coachen, entwickeln lerntheoretisch begründete Lehrprojekte und reflektieren ihre Erfahrungen unter Anleitung von medizindidaktischen Dozenten. Mindestens 200 Fortbildungsstunden in Medizindidaktik leisten die Mediziner neben ihren sonstigen Belastungen im universitären Klinik- und Institutsalltag für das ministerielle ‚Baden-Württemberg Zertifikat für Hochschuldidaktik in der Medizin‘. Mehr als 2500 Hochschullehrer haben inzwischen die Angebote des Zentrums wahrgenommen, mehr als 300 davon erhielten das Zertifikat. Das medizindidaktische Kurs-programm wird auch international nachgefragt und in englischer Sprache angeboten. Die Absolventen erwerben damit eine Zertifizierung gemäß internationalen Weiterbildungsstandards.

Auch die Nachwuchsförderung kommt nicht zu kurz: Rund 400 Studierende absolvieren pro Jahr Kurse im Bereich der Schlüsselqualifikationen, wie etwa Kommunikation, Präsenta-tionstechniken, Zeit- und Selbstmanagement, Lern- und Prüfungsstrategien sowie wissen-schaftliches Schreiben. Ein Einstieg in die akademische Lehre kann mit didaktischen und fachlichen Tutorenschulungen, dem sogenannten Peer Teaching, erfolgen. Ärztliche Fähig-keiten werden zusätzlich im neugegründeten DocLab vermittelt.

Hintergrund für die Gründung des Kompetenzzentrums war die Verbesserung des Arzt-Patienten-Verhältnisses. Dieses ist geprägt von Hoffnungen, Missverständnissen und Unsicherheiten auf beiden Seiten. Im klinischen Alltag gilt ebenso wie in Lehre und Forschung: Komplexe Zusammenhänge müssen auf unterschiedlichem Niveau verständlich gemacht werden. Die Vermittlung der notwendigen Kompetenzen muss schon im Studium beginnen. Dabei deckt das Kompetenzzentrum mit seiner Arbeit das gesamte Spektrum der Medizindidaktik ab und fördert den Wissenstransfer mit Blick auf eine exzellente Patienten-versorgung.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Kompetenzzentrums Medizindidaktik Baden-Württemberg veranstaltet das Zentrum gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät Tübingen den 2. Internationalen Kongress „Research in Medical Education – Shaping Diamonds: From Bench to Bedside”. Dieser findet von Mittwoch, dem 25. Mai, bis Freitag, dem 27. Mai 2011, statt. Mehr zum Kongress unter .

Weitere Informationen unter:

Kontakt:
Dr. Maria Lammerding-Köppel
Universität Tübingen
Kompetenzzentrum Medizindidaktik Baden-Württemberg
Elfriede-Aulhorn-Str. 10 • 72076 Tübingen
Telefon: +49 7071 29-77974
Fax: +49 7071 29-5218

Universität Tübingen
Hochschulkommunikation
Leiterin Myriam Hönig

Abteilung Presse, Forschungsberichterstattung, Information
Michael Seifert
Telefon +49 7071 29-76789
Telefax +49 7071 29-5566

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