Laura De Laporte gehört zu den ‚Leibniz – Besten Köpfen‘

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 93 selbständige Forschungseinrichtungen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Das neu eingerichtete Professorinnen-Programm ist ein Format des strategischen, Leibniz-internen Wettbewerbs dieser Einrichtungen und fördert Wissenschaft auf höchstem Niveau. Das Programm soll die Zusammenarbeit zwischen Leibniz-Instituten und Hochschulen stimulieren, hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen in ihrer Arbeit unterstützen und ihre Berufung auf W2- oder W3-Professuren ermöglichen. Die Förderdauer beträgt fünf Jahre und sieht eine Kofinanzierung der jeweiligen Leibniz-Institute vor. Die fünf ausgewählten Vorhaben werden mit insgesamt 9,4 Millionen Euro gefördert.

Dr.-Ing. Laura De Laporte leitet seit 2013 eine Nachwuchsgruppe am DWI – Leibniz-Institut und wurde 2015 mit einem Starting Grant des Europäischen Forschungsrats ausgezeichnet. Ihre Forschungsgruppe erarbeitet neue Materialkonzepte und Herstellungsmethoden für funktionale Biomaterialien, welche den komplexen Aufbau natürlicher, körpereigener Gewebe nachbilden. „Die Leibniz-Förderung hilft mir sehr dabei, mich wissenschaftlich weiter zu etablieren und meine Forschung noch intensiver zu verfolgen“, so De Laporte, deren Arbeit sich an der Schnittstelle von künstlichen Materialien und lebender Materie bewegt. „Wir nutzen maßgeschneiderte, biokompatible Bausteine verschiedener Größenordnungen, von der Molekülebene bis zu Bausteinen in Nanometer- und Mikrometer-Größe. Daraus stellen wir künstliche, makroskopische Materialien mit ganz bestimmten, passgenauen Eigenschaften und Funktionen her. Wir können dann die Interaktion von Zellen mit diesem Material analysieren und das Verhalten von Zellen mit unserem Material steuern.“ Laura De Laportes dreidimensionale, biomimetische Materialien können einerseits als künstliche Organ-Modelle für Analysen außerhalb des Körpers zum Einsatz kommen. Andererseits können sie für medizinische Regenerationsprozesse im Körper genutzt werden und dort lebende, funktionale Gewebe bilden. Beispielsweise entwickelte die Wissenschaftlerin mit ihrem Team ein injizierbares Gel, das als ‚Anisogel‘ bezeichnet wird. Einzelne Komponenten des Gels können sich nach einer Injektion in den Körper räumlich orientieren und zu einer bestimmten Struktur anordnen. Das Material soll so eine minimalinvasive Therapie von Verletzungen des Rückenmarks ermöglichen und die gerichtete Regeneration von Nerven induzieren. Das Ziel ist hierbei, beschädigte Nervenbahnen wieder zu verbinden und deren Funktion wiederherzustellen.

Scroll to Top