Laufen gegen den Zucker

(djd). „Ein wenig Bammel“ hatte der 60-jährige Klaus Altmann* schon vor dem ersten Lauftraining. Denn die Zeit, in der er aktiv Sport betrieben hatte, lag mehr als 20 Jahre zurück. Aber als ihm sein Arzt vor wenigen Monaten eröffnete, dass er an Diabetes Typ 2 erkrankt war, war dem Ingenieur klar, dass er jetzt sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen wollte. Deshalb war es für ihn ein „Wink des Himmels“, als er über das Intranet seiner Firma auf das Diabetes Programm Deutschland aufmerksam gemacht wurde.

Bewegung für einen gesünderen Stoffwechsel

Dieses größte Bewegungsprogramm in Deutschland für Menschen, die mit der Zuckerkrankheit leben, wird vom Biopharma-Unternehmen UCB und weiteren Partnern unterstützt. Unter der sportwissenschaftlichen Federführung der Deutschen Sporthochschule Köln bereiten sich – nach einem umfassenden Gesundheitscheck – Typ-1- und Typ-2-Diabetiker auf ein Highlight vor: die Teilnahme an einer der Disziplinen im Rahmen des Köln Marathons am 14. Oktober 2012.

Die Idee und Motivation des professionellen Lauftrainings ist es, Sport therapiebegleitend einzusetzen und so den Behandlungserfolg zu erhöhen. Dr. Olaf Randerath, zuständig für den Bereich Diabetologie in der Medizinischen Abteilung bei UCB: „Diabetiker können ihre Stoffwechsellage durch körperliche Bewegung verbessern. Ambitionierte sportliche Ziele, wie die Teilnahme an einem Marathon, tragen dazu bei, den Weg in ein aktives Leben zurückzufinden.“

Schon im vergangenen Jahr ein voller Erfolg

Bei der Erstauflage des Programms im Jahr 2011 wurden die Erwartungen aller Beteiligten weit übertroffen. Insbesondere Männer und Frauen, die an Diabetes Typ 2 erkrankt sind, verloren in der Vorbereitungszeit deutlich an Gewicht, konnten Medikamente reduzieren oder sogar absetzen. Gewichtsprobleme hat Klaus Altmann zwar nicht, aber der regelmäßige Sport war für ihn eine Initialzündung, aktiv etwas gegen seine Krankheit zu unternehmen. „Der feste Trainingstermin in der Gruppe hilft mir, meinen inneren Schweinehund zu überwinden.“ Jetzt freut sich der Berliner darauf, in Köln an den Start zu gehen. Seine wichtigste Motivation: „Meine Frau und meine beiden Töchter haben sich große Sorgen um mich gemacht. Die will und darf ich nicht enttäuschen.“

*Name von der Redaktion geändert

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