Langer Atem zahlt sich aus

(djd). Der DAX ist in Feierlaune, und das aus gutem Grund. Seit 25 Jahren misst er die Entwicklung der 30 größten deutschen Standardwerte und hat die Anleger in seinem Jubiläumsjahr bereits mit neuen Höchstständen jenseits der 8.000 Punkte-Marke erfreut. Heute gilt der DAX als einer der weltweit meist beachteten Börsenindizes. Als er am 1. Juli 1988 zum ersten Mal offiziell berechnet wurde, prägten noch wild diskutierende Händler das Bild auf dem Frankfurter Börsenparkett. Heute haben dagegen Großrechner den Handel übernommen, und das nicht ohne Grund: Wurden 1988 noch rund vier Millionen Aktien pro Tag gehandelt, sind es heute 135 Millionen. Und wurde am Anfang der DAX noch monatlich berechnet, geschieht dies heute sekündlich.

Noch Luft nach oben

Nach dem rasanten Aufschwung der letzten Monate ist heute die wichtigste Frage: Lohnt sich ein Investment in deutsche Werte trotz neuer Rekordstände überhaupt noch? „Der Dax hat noch Luft nach oben“, ist Björn Jesch, Leiter Portfoliomanagement der Fondsgesellschaft Union Investment, überzeugt: „Wenn wir alleine die Kursentwicklung ohne die berücksichtigten Dividenden betrachten, sind wir von früheren Höchstmarken noch weit entfernt.“ Dies heiße aber nicht, dass sich der Aufschwung ungebremst fortsetzen werde, Korrekturen gehörten am Aktienmarkt einfach dazu, betont Aktienprofi Jesch.

Sparen mit Aktien lohnt sich

Wegen der immer wieder auftretenden Kursrückschläge sind vor allem deutsche Anleger bei Aktienanlagen vorsichtig. Doch die Gefahr von Verlusten besteht in erster Linie bei kurzfristigen Engagements. Die Vorteile einer Aktie kommen dagegen insbesondere bei längerfristigen Anlagen zum Tragen. Dann profitieren Anleger von ihrer Investition in Realwerte und werden zudem über regelmäßige Dividendenzahlungen entlohnt. Wer etwa zwischen fünf und 15 Jahre in einen Fondsklassiker wie den „UniFonds“ gespart hat, konnte im Schnitt pro Jahr zwischen 4,7 und 5,9 Prozent verdienen. „Keine schlechte Rendite – vor allem wenn man die derzeitigen Zinsen am Kapitalmarkt betrachtet“, lautet das Fazit von Björn Jesch.

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