Langener Nachwuchswissenschaftspreis 2018 für biomedizinische Forschung vergeben

Im Beisein von Prof. Johannes Löwer, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Langener Wissenschaftspreises, und Prof. Klaus Cichutek, Präsident des PEI, überreichte der Bürgermeister der Stadt Langen, Frieder Gebhardt, die Urkunden an die diesjährigen Preisträger.

„Es ist inzwischen eine feste und sehr schöne Tradition, mit dem Langener Nachwuchswissenschaftspreis junge und talentierte Wissenschaftler aus dem Paul-Ehrlich-Institut auf ihrem weiteren Weg zu unterstützen. Gemeinsam mit dem Verein zur Förderung des Langener Wissenschaftspreises vergeben wir diesen Preis heute zum siebten Mal“, so Bürgermeister Gebhardt bei der Übergabe der Urkunden. Gebhardt wies auf die Bedeutung für die ganze Region hin, für die das Paul-Ehrlich-Institut als Ausbildungsstätte für Forschung und Lehre ein Sprungbrett für den wissenschaftlichen Nachwuchs biete. Bei der Sparkasse Langen-Seligenstadt bedankte er sich ganz besonders, dass sie erneut diesen wichtigen Preis finanziert habe.

Alle prämierten Forschungsarbeiten stehen in direktem Zusammenhang mit den Aufgaben des PEI als forschendes Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. Institutspräsident Cichutek sagte dazu: „Arzneimittelprüfung und Forschung sind am Paul-Ehrlich-Institut eng miteinander verknüpft. Die heutigen Preisträger sind dafür ein sehr gutes Beispiel. Ihre Arbeiten liefern wichtige Ideen für die Entwicklung und Prüfung der biomedizinischen Arzneimittel.“

Dr. Stefan Schülke ist Erstautor der Publikation „Critical role of mammalian target of rapamycin for IL-10 dendritic cell induction by a flagellin A conjugate in preventing allergic sensitization”, erschienen im Journal of Allergy and Clinical Immunology. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der komplexen Wirkmechanismen von Impfstoffkandidaten gegen Allergien und können diese Entwicklungen unterstützen“.

Dr. Alexander Muik hat als Erstautor der Publikation „Covalent coupling of high-affinitiy ligands to the surface of viral vector particles by protein trans-splicing mediates cell type-specific gene transfer”, eine neue Methode entwickelt, die ein hohes Innovationspotenzial für die Forschung im Bereich der Entwicklung neuartiger biomedizinischer Arzneimittel besitzt. Die Anwendungsmöglichkeiten dieser Methode liegen sowohl im Bereich der Gentherapie wie auch der Entwicklung neuer Impfstoffe. Die Arbeit ist in der Zeitschrift Biomaterials erschienen.

Dr. Julia Uebele ist Erstautorin der Publikation „Antigen delivery to dendritic cells shapes human CD4+ and CD8+ T cell memory responses to Staphylococcus aureus“, die in der Zeitschrift PLOS Pathogens erschienen ist. In Ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit dem Bakterium Staphylococcus aureus, das aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA, multiresistente S. aureus) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen ist. Diese Arbeit zeigt Aspekte und Ansätze, die für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs gegen S. aureus sehr wichtig werden können.

Publikationen:
Schülke S, Fiedler AH, Junker C, Flaczyk A, Wolfheimer S, Heinz A, Beckert H, Nagl B, Bohle B, Vieths S, Toda M, Scheurer S (2017): Critical role of mammalian target of rapamycin for IL-10 dendritic cell induction by a flagellin A conjugate in preventing allergic sensitization.
J Allergy Clin Immunol Sep 5 .

Muik A, Reul J, Friedel T, Muth A, Hartmann KP, Schneider IC, Münch RC, Buchholz CJ: Covalent coupling of high-affinity ligands to the surface of viral vector particles by protein trans-splicing mediates cell type-specific gene transfer.
Biomaterials. 2017 Nov;144:84-94. doi: 10.1016/j.biomaterials.2017.07.032. Epub 2017 Jul 25

Uebele J, Stein C, Nguyen MT, Schneider A, Kleinert F, Tichá O, Bierbaum G, Götz F, Bekeredjian-Ding I (2017): Antigen delivery to dendritic cells shapes human CD4+ and CD8+ T cell memory responses to Staphylococcus aureus.PLOS Pathog May 25 .

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