Landschaftskino auf schmaler Spur

(djd). Nostalgische Züge, spektakuläre Strecken und intensive Landschaftseindrücke: Zugfahren kann viel mehr sein als nur das Mittel zum Zweck, von einem Ort zum anderen zu gelangen. Die entschleunigte Art des Reisens gefällt nicht nur eingefleischten Eisenbahnfans, sondern auch Naturfreunden und Alltagsgestressten. Gerade das Schweizer Schienennetz bietet dazu im wahrsten Sinne des Wortes einige Höhepunkte. So ist beispielsweise der „Swiss Alps Classic Express“ seit über 30 Jahren der erste Zug, der Zermatt und Sankt Moritz wieder über drei Alpenpässe verbindet: Furka-, Oberalp- und den Albulapass. In den zum Teil nostalgischen Eisenbahnwagen wird die rund zwölf Stunden lange Fahrt vom Wallis ins Engadin zum aussichtsreichen Erlebnis. Alle Informationen, Details und Buchungsmöglichkeiten gibt es unter http://www.bahnurlaub.de/SACE im Internet.

Bergauf, bergab mit dem Zug

Auf der Sonderzugfahrt legen die Bahnreisenden insgesamt rund 6.300 Höhenmeter zurück. Das Höhenprofil präsentiert sich wie eine markante Bergkulisse mit drei Gipfeln: Von Zermatt (1.604 Meter) geht es zunächst hinunter nach Brig (670 Meter) und anschließend durch das Rhonetal wieder hinauf nach Oberwald (1.366 Meter). Hier startet die wiedereröffnete Furka-Bergstrecke, die im Furka-Scheiteltunnel auf 2.163 Metern gipfelt. Der Blick aus dem Fenster lohnt sich während der ganzen Fahrt. Das „Landschaftskino“ bietet steile Schluchten, imposante Bergpanoramen und Gletscherfelder sowie Beispiele kühner Ingenieurskunst wie etwa die Steffenbachbrücke, die zum Schutz vor Lawinen im Winter „zusammengeklappt“ werden kann. Von der Reiseleitung an Bord gibt es zu jeder spektakulären Wegmarke Wissenswertes.

Serpentinen, Spiralen, Tunnel, Viadukte

Von Andermatt (1.435 Meter) führt die Strecke über steile Serpentinen hinauf zum 2.033 Meter hoch gelegenen Oberalppass. Noch einmal geht es bis auf 604 Meter bergab. Dort beginnt der „Endspurt“: Über Thusis am Ausgang der Via Mala und über den Landwasserviadukt bei Filisur geht es durch den Albulatunnel nach Sankt Moritz (1.775 Meter). Es können auch Teilstrecken – ebenso in der Gegenrichtung – oder spezielle Arrangements, beispielsweise eine Kombination mit dem Glacier-Express, gebucht werden.

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