Länger gesund arbeiten – mithilfe künstlicher Intelligenz

Das Projekt verbindet zwei wichtige Themenbereiche: den demografischen Wandel und die digitale Transformation. Beschäftigten in Produktionstätigkeiten eröffnen das Internet der Dinge und die künstliche Intelligenz neuartige Unterstützungsmöglichkeiten in Form intelligenter Assistenz- und Wissensdienste. Die Erfassung und Verknüpfung von Maschinen- und Produktdaten erlaubt, solche Dienste für die Prozessflexibilisierung zu nutzen – bis hin zur Individualisierung der Produktion. Das Projekt trägt den Namen NAWID, der Begriff steht für Nutzung KI-basierter Assistenz- und Wissensdienste in unternehmensspezifischen Bildungsräumen unter Berücksichtigung heterogener Wertewelten im Demographischen Wandel.

Erprobt wird in NAWID beispielsweise der optimierte Einsatz von Exoskeletten, also von Stützstrukturen für den Körper zur besseren Bewältigung körperlich belastender Arbeitsvorgänge. Gegenstand sind aber auch Formen personalisierter Lernunterstützung in der Höherqualifizierung Beschäftigter für neue digitale Aufgaben. Ziel ist die Reduzierung der individuellen Beanspruchung, so dass Beschäftigte länger gesund arbeiten können.

„Wir freuen uns, dass wir unsere Erkenntnisse zur demografiesensiblen Arbeitsgestaltung aus der Zusammenarbeit mit zahlreichen namhaften Unternehmen in dieses Projekt einbringen dürfen. Die Belegschaften sind durch den demografischen Wandel in ihrer Altersstruktur heterogener geworden. Die in NAWID angestrebten personalisierten Dienste bieten bislang noch kaum genutzte Chancen, die Arbeitswelt entwicklungsförderlicher und gesundheitsgerechter zu gestalten“, sagt Organisationspsychologe Prof. Dr. Christian Stamov Roßnagel, der NAWID aufseiten der Jacobs University betreut.
Zur Schaffung langfristiger Lösungen werden Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite in alle Projektphasen eingebunden. Beschäftigte wirken als Co-Designer an der Entwicklung der Modelllösungen mit und fördern so deren Akzeptanz. Schon während der Projektlaufzeit werden wichtige Ergebnisse mittels Workshops in den Wertschöpfungsnetzwerken und Branchenverbänden weitergegeben. Initiiert wird ein Think Tank „Demografie, Digitalisierung und KI“, der neue Trends im Projektverlauf aufgreift, bewertet und in Veranstaltungen für Interessenten, Partner und neue Netzwerke überführt.

Über die Jacobs University Bremen:

In einer internationalen Gemeinschaft studieren. Sich für verantwortungsvolle Aufgaben in einer digitalisierten und globalisierten Gesellschaft qualifizieren. Über Fächer- und Ländergrenzen hinweg lernen, forschen und lehren. Mit innovativen Lösungen und Weiterbildungsprogrammen Menschen und Märkte stärken. Für all das steht die Jacobs University Bremen. 2001 als private, englischsprachige Campus-Universität gegründet, erzielt sie immer wieder Spitzenergebnisse in nationalen und internationalen Hochschulrankings. Ihre mehr als 1400 Studierenden stammen aus mehr als 100 Ländern, rund 80 Prozent sind für ihr Studium nach Deutschland gezogen. Forschungsprojekte der Jacobs University werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder aus dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der Europäischen Union ebenso gefördert wie von global führenden Unternehmen.
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wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Christian Stamov Roßnagel: c.stamovrossnagel@jacobs-university.de

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