Kunststoff aus Pflanzenmaterial

(djd). Sie ist leicht, praktisch, transportabel und wiederverwertbar: Die PET-Getränkeflasche ist für viele Verbraucher die erste Wahl für eine Erfrischung, ob zu Hause oder unterwegs. Wichtig dabei: Leere Flaschen haben im Hausmüll nichts verloren, sondern sollten im Handel abgegeben werden. Nicht nur wegen des Pfands, sondern vor allem aus Gründen des Umweltschutzes macht dies Sinn. Denn PET-Mehrwegflaschen können bis zu 15 Mal wieder befüllt werden, anschließend wandern sie in das Recycling. Zudem steht die Entwicklung nicht still: Die Flasche der Zukunft besteht nicht nur aus recyceltem Material, sondern auch aus nachwachsenden Rohstoffen.

Nachwachsende Materialien

Die Industrie beschäftigt sich damit, verstärkt pflanzliche Materialien zu nutzen. So setzt beispielsweise Coca-Cola in Deutschland für die Wassermarke „ViO“ und die Apfelschorle „Lift“ bereits die „PlantBottle“-Verpackung ein. „Mit der ,PlantBottle‘-Flasche setzen wir unser langjähriges Engagement in nachhaltigen Verpackungen fort“, erläutert Uwe Kleinert, zuständig für Nachhaltigkeit bei Coca-Cola Deutschland. Die Flasche, zu erkennen an einem grünen Symbol auf dem Etikett, besteht zu 35 Prozent aus recyceltem Kunststoff und zu 14 Prozent aus pflanzlichen Materialien – bis zum Jahr 2020 sollen alle Verpackungen „PlantBottle“-Verpackungen sein.

Pflanzen statt Rohöl

Als pflanzliche Rohstoffe werden Melasse, ein Nebenprodukt der Zuckerproduktion, oder Zuckerrohrsaft verwendet. Das Zuckerrohr stammt aus umwelt- und sozialverträglichem Pflanzenanbau. „Wir forschen am Einsatz heimischen Pflanzenmaterials, damit Produktionsstätten in Deutschland und anderen Märkten die Rohstoffe aus ihrer jeweiligen Region beziehen können“, so Uwe Kleinert. Dazu wird untersucht, ob sich forst- und landwirtschaftliche Nebenprodukte wie Holzspäne, Maisstroh und Weizenhalme verwenden lassen. Nach Gebrauch lässt sich die neuartige Flasche übrigens problemlos recyceln. Ein eigener Kreislauf ist dafür nicht erforderlich, da die chemische Zusammensetzung sich nicht von der bekannten PET-Flasche unterscheidet.

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