Kunst, Natur und Literatur im Nordosten Deutschlands

(djd). Möchten Wanderer im Städtchen Angermünde im Nordosten Deutschlands ihr Hobby mit Kunstgenuss verbinden, dann sind die „Kunstgänge Angermünde“ genau der richtige Einstieg. Die Tour beginnt beim „Uckermärker Obelisken“, der 2004 von Joachim Karbe geschaffen wurde, führt an insgesamt 29 Stationen vorbei und bietet ungewöhnlichen Kunstgenuss. Am Ufer des Mündesees beispielsweise sind der „Magische Kreis“ von Luciano Dionisi, die Plastik „Verlorene Zeit“ von Tom Wagenaar und Birgitt Knappes Arbeit „Treppe“ zu sehen.

Die Freiluftgalerie erstreckt sich über einen Kilometer, führt durch die Altstadt und am Ufer des Sees entlang. Am Ende der Route ist das Werk „Dazwischen“ zu sehen, das ebenfalls von Joachim Karbe stammt. Die meisten Kunstwerke an dieser Strecke sind Hartgesteinskulpturen aus den großen Gesteinsblöcken, die vor gut 10.000 Jahren die letzte Eiszeit in der Uckermark hinterließ.

Angermündes Künstler

Kunst spielt in Angermünde eine große Rolle und hat auch im Angebot für die Gäste der Stadt ihren festen Platz. So ist der sehenswerte Marktbrunnen des Künstlers Christian Uhlig ein beliebter Treffpunkt. Der Brunnen besteht aus fünf einzelnen Elementen, die auf amüsante Weise die Geschichte der Stadt und ihrer Menschen erzählen. Uhlig selbst lebt nahe der Stadtmauer, wo seine Frau Birgit in ihrem Filzatelier Hüte, Mäntel und Schals herstellt und auch Kurse gibt. Mehr Informationen dazu gibt es unter http://www.birgit-uhlig.com im Internet. Ein weiteres Künstlerpaar sind die Bildhauer Hendrikje Ring und Lars Wilhelm, die im Ortsteil Stolpe auf ihrem Bildhauerhof leben und auf http://www.ring-wilhelm.de über ihre Arbeit informieren. Wer sich vorher anmeldet, darf den beiden auch bei der Arbeit zuschauen. Eine Wanderung auf dem Märkischen Landweg (circa 25 Kilometer) ist gut geeignet, um dorthin zu gelangen.

Unesco-Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin

Ein ungewöhnliches Wanderparadies ist der sehr alte Buchenwald Grumsin, der zum Unesco-Weltnaturerbe zählt. Auf gleich drei Wanderrouten, einem 22 Kilometer langen Rundkurs und zwei kleineren Touren, kann man das Gebiet des Weltnaturerbes erkunden. Die geführten Wanderungen der Naturführer des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin sind für Naturliebhaber ein interessantes Erlebnis. Themen wie „Ein Urwald entsteht – Führung in die Kernzone des Schutzgebietes“ oder „Grumsin-Impressionen“ rücken den seit mehr als 20 Jahren nicht mehr forstwirtschaftlich genutzten Wald ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Von Altstadt zu Altstadt

Auch Radfahrer können in der Uckermark eine besondere Tour unternehmen. Die Strecke von Angermünde nach Templin führt sie von Altstadt zu Altstadt. Für die rund 50 Kilometer sollten etwa sechs Stunden eingeplant werden. Auf dem Radweg Historische Stadtkerne Route 1 geht es von Angermünde am Mündesee entlang einmal über Kerkow, Wolletz, Glambeck, Parlow und Friedrichswalde nach Reiersdorf, Gollin, Ahlimbsmühle und schließlich nach Templin. Höhepunkte an der Strecke sind das NABU-Informationszentrum Blumberger Mühle, dessen Gebäude wie ein Baumstumpf wirkt, und gut getarnte Aussichtsplätze, von denen aus man die vielen Vogelarten beobachten kann. Das Kennzeichen dieser Radtour ist das Logo Historische Stadtkerne mit der Nummer 1.

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