Kummerow ist Biesenbrow

(djd). Selbst in der schönen Uckermark im Nordosten Deutschlands ist die Welt nicht immer so, wie es scheint. Der Heimatort des Romanciers Ehm Welk ist nämlich Biesenbrow im Norden von Angermünde. Seine Jugendstreiche jedoch beschrieb er in dem Roman „Die Heiden von Kummerow“. Und weil Kummerow tatsächlich ein wenig östlich von Biesenbrow zu finden ist, kann man schon mal durcheinanderkommen. Doch wer seinen Ehm Welk gelesen hat, der findet in Biesenbrow genau die kleine Welt, in der nicht nur der erste Roman, sondern auch seine Fortsetzung „Die Gerechten von Kummerow“ spielen.

Lausbub und Kirchdiener

Biesenbrow ist noch immer ein sehr beschaulicher Ort – und zugleich sehr typisch für die ländliche Uckermark. Wer ankommt in Biesenbrow, dem hilft die Skizze in der Ortsmitte, auf der zu sehen ist, wo die Schauplätze des Buchs zu finden sind. Gleich nebenan ist die kleine Schule, in der es nur eine Klasse gab. Nicht weit entfernt ist die Dorfkirche zu sehen, in der der Lausbub Kirchdiener war. Auf dem Friedhof neben der Kirche wurde auch die Mutter des Schriftstellers bestattet. Geboren wurde der kleine Emil, wie er eigentlich hieß, aber in einem Haus, das über einen Kilometer vom Ortskern entfernt ist.

Krebse aus dem Mühlbach

Die Umgebung des Orts – die Uckermark – ist heute ebenso romantisch wie zu Zeiten von Ehm Welk, dessen Roman zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt. Wiesen und Wälder laden zum Wandern und zum Radfahren ein. Als besonders schön gelten die vielen Seen und Wasserläufe der Uckermark, über die es auf http://www.tourismus-uckermark.de viele Informationen gibt. Zu ihnen gehört im Roman der Mühlbach, aus dem Martin Grambauer, die jugendliche Hauptfigur aus den Romanen, Krebse fischt. Verfilmt wurde der Stoff übrigens – und das ist wirklich eine Besonderheit – 1967 von beiden deutschen Staaten gemeinsam. Spannend ist auch ein Besuch im Ehm Welk- und Heimatmuseum in Angermünde, zu dem es auf http://www.museumangermuende.de viel Wissenswertes zu erfahren gibt.

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