Kulinarisches aus dem eigenen Garten

(djd). Kräuter verleihen vielen Gerichten erst den richtigen Pfiff. Am schönsten ist es, das frische Grün kurz vor der Zubereitung selbst zu ernten. Daniel Rühlemann betreibt im niedersächsischen Horstedt eine Kräutergärtnerei (Onlineshop: http://www.kraeuter-und-duftpflanzen.de). Im Interview gibt er Tipps zum Umgang mit Kräutern.

Kräuter gibt es als Samen oder im Topf. Was empfehlen Sie?

– Die meisten einjährigen Kräuter – wie Dill oder Kerbel – kann man gut selbst säen. Bei Basilikum, Melisse oder Liebstöckel empfehle ich, fertige Pflanzen zu kaufen.

Müssen Kräuter umgetopft werden?

– Um sich gesund zu entwickeln, brauchen Kräuter genug Wurzelraum. Als Faustregel gilt: Der neue Topf sollte etwa zwei- bis dreimal so viel Erde fassen wie der alte.

Welche Ansprüche haben Kräuter?

– Kräuter benötigen eine gute mittlere Düngung und viel Sonne, um das volle Aroma zu entfalten. Der Boden sollte locker und humos sein und wird am besten mit Kompost gedüngt. Alternativ kann auch ein- bis zweimal im Jahr ein guter organischer Streudünger in die oberste Bodenschicht eingeharkt werden.

Wie sieht es mit dem Wässern aus?

– Einmal im Garten ausgepflanzt, benötigen die meisten Kräuter kein zusätzliches Wasser. Mediterrane Kräuter lieben in der Sommerzeit einen eher trockenen Boden. Schnittlauch, Petersilie und Basilikum benötigen eine gleichmäßig feuchte Erde.

Was ist bei der Ernte zu beachten?

– Man sollte immer kurz vor der Verwendung so viel ernten, wie man benötigt. So erhält man ein Maximum an Würze. Man sollte immer ganze Stängel oder ganze Triebspitzen abschneiden, so wächst die Pflanze umso buschiger nach.

Manche Kräuter sind auch Salat oder Gemüse?

– Die Übergänge sind fließend. So schmeckt etwa Rucola als Salat auch pur. Als Würze reichen aber wenige Blättchen. Auch Sedanina ist ein Gewürz-Gemüse-Salatkraut. Die Staude ist botanisch mit Sellerie verwandt, ihr Geschmack erinnert an Babymöhrchen. Sie wächst an einem feuchten Standort schnell. Geerntet werden die Blätter und die saftigen Stängel, die roh oder gedünstet ein Genuss sind.

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