Künftige Renovierungen schon beim Einbau einplanen

(djd). Boden- oder Wandbeläge sollten bisher vor allem lange halten. Doch Ansprüche und Geschmäcker ändern sich im Laufe der Zeit. Wir haben Ulrich Lauser, Leiter Anwendungstechnik bei Kiesel Bauchemie gefragt, wie sich Haus- und Wohnungsbesitzer künftige Renovierungen an Wand und Boden erleichtern können.

Wie lassen sich aufwändige und schmutzträchtige Arbeiten beim Austausch von Fliesen, Naturstein, verklebten Holz-, Teppich- oder Kunststoffböden vermeiden?

Es kommt darauf an, bereits bei der Verlegung von Wand- und Bodenbelägen künftige Renovierungen mit einzuplanen. Das geht mit einem Wiederaufnahmesystem, das vor dem eigentlichen Belagseinbau auf dem Untergrund aufgebracht wird. Ein solches Wiederaufnahmesystem besteht aus zwei Lagen von speziellen High-Tech-Geweben, die durch ein komplexes Netz aus Fäden miteinander verbunden sind. Diese Fäden lassen sich durch ein Spezialwerkzeug leicht durchtrennen, was den Wechsel der Beläge in kürzester Zeit, schonend und ohne großen Kraftaufwand möglich macht und die Staubentwicklung erheblich verringert.

Wie viel Zeit spart man dadurch?

Die Flächenleistung bei der Belagsentfernung lässt sich verzehnfachen, bei verklebtem Parkett ist der Zeitvorteil noch größer. Zudem entfallen Vorarbeiten für den Untergrund wie spachteln, ausgleichen oder einen neuen Untergrund einbauen. Glättung und Höhenausgleich erfolgen nur beim Ersteinbau. Die oft mühselige Entfernung von Kleberresten kann man sich ebenfalls sparen, da diese im Wesentlichen in der oberen Gewebeschicht verbleiben, die ausgebaut und als Baustellenmischabfall entsorgt wird.

Kann man das Wiederaufnahmesystem nur einmal, oder auch für weitere künftige Renovierungen nutzen?

Auf der Gewebelage, die nach einer Belagsentfernung auf dem Untergrund verbleibt, kann einfach eine neue doppellagige Gewebebahn verlegt werden. Dieser Vorgang lässt sich im Prinzip beliebig oft wiederholen. Von Vorteil ist, dass der Untergrund durch den einfachen Rückbau nicht beschädigt wird und dass dadurch keine erneuten Vorbereitungsmaßnahmen, außer der Verklebung des Gewebes, anfallen.

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