KTQ-Rezertifizierung bestätigt erneut die hohe Qualität der Patientenversorgung

Im Jahr 2013 wurde das Uniklinikum Würzburg (UKW) zum ersten Mal erfolgreich nach dem KTQ-Verfahren zertifiziert. Drei Jahre später, im Dezember 2016, bestand das unterfränkische Krankenhaus der Maximalversorgung auch die erste Rezertifizierung – und das mit Bravour. „Das KTQ-Zertifizierungsverfahren, dem wir uns freiwillig unterziehen, macht unsere Leistungsfähigkeit umfassend transparent und dokumentiert unser Qualitätsbewusstsein“, unterstreicht Anja Simon, die Kaufmännische Direktorin des UKW. Und Günter Leimberger, der Pflegedirektor des Würzburger Uniklinikums, ergänzt: „Als Zertifizierungsverfahren für das gesamte Klinikum gelingt es KTQ sehr gut, die teils recht unterschiedlichen Strukturen und Bedürfnisse eines Universitätsklinikums nachvollziehbar darzustellen. Zudem bildet die KTQ-Zertifizierung eine umfängliche Basis für die vielen ebenso erfolgreich absolvierten Teilgebietszertifzierungen des UKW.“ Nicht zuletzt mache es die hohe Praxisnähe der aus der KTQ-Zertifizierung abgeleiteten Ergebnisse für die Beschäftigten des Klinikums vergleichsweise einfach, Verbesserungspotenziale zu erkennen und umzusetzen.

Respekt vor der Leistung des UKW

Hinter der Abkürzung KTQ steht die „Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen GmbH“. Gesine Dannenmaier, die Geschäftsführerin der KTQ-GmbH, überreichte am 17. März 2017 offiziell das Zertifikat an die Leitung des UKW. Dabei kommentierte sie: „Ich habe größten Respekt vor der Aufgabe, sich mit einem so großen und differenzierten ‚Gesundheitsunternehmen‘ wie einem Universitätsklinikum unserer Zertifizierung zu unterziehen – nicht zuletzt, weil der aktuelle KTQ-Katalog nochmals wesentlich anspruchsvoller ist, als der bei der Erstzertifizierung verwendete. Umso anerkennenswerter ist die Leistung des Uniklinikums Würzburg, das sich beim Gesamtergebnis im Vergleich zur Zertifizierung vor drei Jahren sogar noch weiter verbessern konnte.“
Das Klinikum ist nun erneut für die Dauer von drei Jahren zertifiziert und darf das entsprechende Logo tragen.

Weitgreifende Kontrollen durch externe Experten

Ein Kernpunkt des KTQ-Verfahrens ist die Frage, wie die Bedürfnisse der Patienten im Klinikalltag berücksichtigt werden – von der Vorbereitung des stationären Aufenthaltes eines Patienten bis hin zu den Entlassungsmodalitäten. Darüber hinaus stehen die Mitarbeiterorientierung, Aspekte der Sicherheit und Risikomanagements , das Informationswesen, die Krankenhausführung und das Qualitätsmanagement selbst auf dem Prüfstand. Für diese weitgreifenden Überprüfungen waren vom 27. November bis 3. Dezember vergangenen Jahres drei externe Experten aus dem Gesundheitswesen, so genannte KTQ-Visitoren, am UKW zu Gast. Sie kontrollierten durch stichprobenartige Begehungen in verschiedenen Abteilungen des Klinikums und durch kollegiale Dialoge mit den Beschäftigten die Einhaltung der im KTQ-Katalog definierten Qualitätsmerkmale. Ergebnis: Neben der generellen Empfehlung, das Zertifikat zu erteilen, gab es von den KTQ-Visitoren zu vielen Aspekten hohe Anerkennung. Beispielsweise bescheinigten sie in der Kategorie „Patientenorientierung“ den UKW-Mitarbeiter/innen einen „sehr hohen Motivations- und Fachlichkeitsgrad“. Außerdem lobten sie neben weiteren Punkten die sehr moderne Ausstattung der Gebäude des Klinikums.

Kennzahlen und Befragungsergebnisse als Kriterien

Im Qualitätsmanagement müssen die Maßnahmen zur Verbesserung turnusmäßig überprüft werden. „Dazu verwenden wir Kennzahlen, die die Qualität eines Prozesses im Krankenhaus vollständig beschreiben können“, erläutert Prof. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW. Neben diesen objektiven, statistisch gewonnenen Werten erfasst und bewertet das Klinikum die persönlichen Erfahrungen aller am Behandlungsprozess Beteiligter in Befragungen. „Als eine Besonderheit unter den deutschen Uniklinika führen wir neben den üblichen Patienten- und Zuweiserbefragungen auch Mitarbeiterbefragungen durch“, berichtet Pflegedirektor Leimberger und fährt fort: „Die so erzielten Ergebnisse dienen dazu, die Sicht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch besser zu erfassen. Sie fließen in die Bearbeitung der KTQ-Kategorie Mitarbeiterorientierung ein.“

Handlungskatalog auf Basis der Visitationsergebnisse

Laut Dr. Gerhard Schwarzmann, dem Leiter der Stabsstelle Qualitätsmanagement des UKW, wird aus dem Visitationsergebnis derzeit ein Handlungskatalog erarbeitet, der als Grundlage für weitere Maßnahmen und Qualitätsprojekte in den kommenden zwei Jahren dienen soll.

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