Kreuzschmerzen – das unterschätzte Leiden

HWS und Physiotherapie, Physiotherapie, Physiotherapeut, Morbus Bechterew:Ergonomie - Rückengesundheit

Als Kreuzschmerzen werden Schmerzen im unteren Rücken bezeichnet, die im Bereich der Lendenwirbelsäule sowie der Illiosakralgelenke auftreten. Häufig sind ältere Menschen von dem Leiden betroffen, Schmerzen im Kreuz können allerdings in jedem Alter auftreten. Aufgrund einer überwiegend sitzenden Lebensweise und der dadurch bedingten Haltungsschäden klagen jüngere Erwachsene ebenfalls über Kreuzschmerzen.

Krankmeldungen und Frühberentung durch Rückenproblematik

Der medizinische Fachbegriff für Kreuzschmerzen lautet Lumbalsyndrom. Oft sind Beschwerden im Kreuz harmlos und vorübergehend. Manche Betroffene leiden jedoch an länger anhaltenden Schmerzen, die von kurzen beschwerdefreien Phasen abgelöst werden. Rücken- und Kreuzschmerzen zählen in Deutschland zu den häufigsten Ursachen von Krankmeldungen, Krankenhausaufenthalten und Frühberentungen. Als chronisches Leiden gelten die Schmerzen im Kreuz, wenn diese über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten anhalten. Fachärzten zufolge sind Kreuzschmerzen ein weit verbreitetes Phänomen, wobei das Rückenleiden verschiedene Ursachen haben kann. Anhand einer Rückenschmerzstudie wurde ein einmaliges Auftreten von Rücken- oder Kreuzschmerzen bei mindestens 85 Prozent der Erwachsenen festgestellt. Gemäß der Statistik steigt die Wahrscheinlichkeit für Rückenbeschwerden mit dem Alter kontinuierlich an. Aufgrund des demographischen Wandels muss demnach zukünftig mit einer wachsenden Anzahl behandlungsbedürftiger Kreuzschmerzen gerechnet werden.

Fehlbelastungen als häufigste Ursache für Kreuzschmerzen

Akute Rücken- und Kreuzschmerzen treten häufig nach Fehlbelastungen am Arbeitsplatz oder im Haushalt auf. Chronischer Bewegungsmangel zählt ebenfalls zu den Risikofaktoren für eine Rückenproblematik. Einseitige Belastungen bei sitzenden oder stehenden Berufen wirken sich negativ auf die Wirbelsäule aus und führen zu Muskelverspannungen und Bandscheibenvorfällen. Als Auslöser für Kreuzschmerzen kommen zudem weitere Faktoren wie Hexenschüsse sowie rheumatische und Bandscheibenerkrankungen in Betracht. Beschwerden im Bereich der unteren Wirbelsäule werden durch Wirbelsäulen-Infektionen, wie Spondylodiszitis und Osteomyelitis begünstigt. Eine Arthrose des Kreuz-Darmbeingelenks (Iliosakralgelenk) oder der Wirbelgelenke (Spondylarthrose) gehört gleichfalls zu den Ursachen chronischer Kreuzschmerzen. Verengungen des Spinalkanals (Spinalkanalstenose) können sich schmerzhaft im unteren Wirbelsäulenbereich äußern. In der Osteopathie wird davon ausgegangen, dass Rücken- und Kreuzschmerzen ihre Ursache in einer Blockierung im Bereich der Lendenwirbelsäule und der Iliosacralgelenke haben. Entzündliche Erkrankungen wie Morbus Bechterew und Morbus Scheuermann zählen ebenfalls zu den Auslösern für Kreuzschmerzen.

Individuelle Therapie bessert Beschwerden

Wandernde Rückenschmerzen, die bis in das Kreuz spürbar sind, können durch die von Zecken durch einen Zeckenbiss übertragene Borreliose ausgelöst werden. Da die Ursachen für Kreuzschmerzen überaus vielfältig sind, wird von Fachärzten zunächst eine gründliche Diagnostik empfohlen. Diese Untersuchungen können beispielsweise in einem auf unspezifische Rückenschmerzen spezialisierten Medical Center, wie dem Nuhr Medical Center durchgeführt werden. Das Fachärzteteam erstellt nach einer ausführlichen klinischen Untersuchung und einem persönlichen Arzt-Patient-Gespräch einen individuellen Therapieplan, der speziell auf den Patienten zugeschnitten ist. Weitere Informationen über geeignete Therapiemöglichkeiten bei Rücken- und Kreuzschmerzen finden sich auf dieser Seite: www.nuhrmedicalcenter.com. Rückenprobleme zählen meist zu den abnutzungsbedingten Erkrankungen, deren Ursachen nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist. Abhängig vom Beschwerdebild eignen sich unterschiedliche Behandlungsformen wie Elektro-, Thermo-, Mechano- oder Hydrotherapie oder eine medizinische Trainingstherapie. Mit einer modernen Rückenschmerztherapie, die regelmäßig durchgeführt werden muss, lässt sich einer Verschlechterung des Leidens vorbeugen und die Mobilität wiederherstellen. Von Fachärzten wurde beobachtet, dass Ruhe- und Belastungsschmerzen ebenso wie eventuelle Einschränkungen im Alltag bei den meisten Teilnehmern nach einigen Therapiewochen deutlich abnahmen.

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