Krebszellen lahmlegen und attackieren – Multiples Myelom in der täglichen klinischen Praxis

Neben einer kurzen Einführung zum aktuellen biologischen Verständnis der Erkrankung und Standards für die richtige Erkennung geben die Experten einen Überblick über die bestmöglichen Behandlungsmöglichkeiten. Für eine Therapie kommen neben bewährten klassischen Medikamenten wie Melphalan oder Steroiden neue Substanzen wir Bortezomib und Lenalidomid, aber auch die hochdosierte Therapie mit Unterstützung eigener Stammzellen als Behandlungsmöglichkeiten infrage.

Das Multiple Myelom gehört zu den häufigsten Blutkrebserkrankungen und wird als Erkrankung des höheren Lebensalters im Zuge der steigenden Lebenserwartung heute immer häufiger diagnostiziert. Durch besseres Verständnis seiner Entstehung als Zusammenspiel zwischen entarteten Plasmazellen und deren Umgebung im Knochenmark sowie durch die Entwicklung und Erprobung neuer Medikamente konnte die Prognose dieser meist nicht heilbaren Erkrankung jedoch in den vergangenen Jahren deutlich verbessert werden. Entscheidend für optimale Behandlungsergebnisse ist dabei der richtige Zeitpunkt und die Wahl der am besten passenden Therapieform je nach Stadium der Erkrankung und individuellen Besonderheiten des Erkrankten.

Prof. Bornhäuser und Privatdozent Röllig geben eine strukturierte Anleitung, welche Therapie wann eingesetzt werden sollte und bieten einen Ausblick auf neue Entwicklungen, die gezielt den Zellzyklus der Krebszellen lahmlegen oder die bösartigen Zellen durch spezielle Abwehr-Eiweiße attackieren können. Die Spezialisten prognostizieren in einem Ausblick, dass sich in Zukunft die Prognose von Myelom-Patienten dadurch weiter verbessern lassen wird.

Der gemeinsam mit dem Würzburger Myelom-Spezialisten Privatdozent Stefan Knop verfasste Artikel erschien soeben in einer der weltweit bekanntesten und renommiertesten Medizin-Zeitschriften, dem englischen „The Lancet“. So werden die Erkenntnisse einer sehr breiten Leserschaft verfügbar gemacht.

Patienten können sich in der Myelomsprechstunde der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums Dresden individuell beraten lassen und dabei auch neue Therapieansätze im Rahmen klinischer Studien in Anspruch nehmen.

doi: 10.1016/S0140-6736(14)60493-1
http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(14)60493-1/abstract

Kontakt:
Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus
Medizinische Klinik und Poliklinik I
PD Dr. med. Christoph Röllig
Oberarzt, Facharzt für Hämatologie und internistische Onkologie
Tel. (0351) 458-3775
E-Mail: christoph.roellig@uniklinikum-dresden.de

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