Krebsstammzellen im Visier: Ulmer Forscher in Nachwuchsprogramm der Deutschen Krebshilfe aufgenommen

Der 34-jährige Arzt und Wissenschaftler hat während seines über vierjährigen Forschungsaufenthaltes am Centro Nacional de Investigaciones Oncológicas in Madrid (Spanien) die elementare Rolle von Krebsstammzellen bei der Entstehung von Tumoren der Bauchspeicheldrüse und des Darms untersucht. Krebsstammzellen gelten als die gefährlichsten Zellen in einem Tumor: Nicht nur, dass aus ihnen der Tumor hervorgeht, sie sorgen auch ständig für Nachschub an Krebszellen und erhalten so den Tumor am Leben. „Unglücklicherweise sind ausgerechnet diese Zellen fast vollständig unempfindlich gegenüber herkömmlichen Chemo- oder Strahlentherapien“, so Dr. Dr. Hermann. „Wir haben neue, zielgerichtete Therapien entwickelt, die ein deutlich besseres Therapieansprechen und damit längeres Überleben für die Betroffenen zur Folge haben. Mit meiner neuen Arbeitsgruppe in Ulm möchte ich an die bisherigen Ergebnisse anknüpfen und insbesondere die Rolle von Tumorstammzellen bei der Bildung von Metastasen untersuchen“, so der Assistenzarzt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei weiterhin auf der translationalen Umsetzung seiner Erkenntnisse mit dem Ziel, die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit neuen Wirkstoffen zu verbessern.

Damit gliedert sich der Assistenzarzt der Ulmer Universitätsklinik für Innere Medizin I hervorragend in den wissenschaftlichen Schwerpunkt der Universitätsmedizin Ulm ein. „Der wissenschaftliche Nachwuchs ist unser wichtigstes Kapital, um auch in Zukunft eine hochwertige und moderne Krebsforschung in Deutschland zu ermöglichen. Wir wollen, dass junge Ärzte ihr Fachgebiet nicht nur klinisch, sondern auch wissenschaftlich voranbringen, das ist Aufgabe der Universitätsmedizin und eines Comprehensive Cancer Centers“, so Prof. Dr. Thomas Seufferlein, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin I.

Das Max-Eder-Förderprogramm
Mit dem Max-Eder-Förderprogramm – benannt nach dem verstorbenen Mediziner Max Eder, einem Pionier der Deutschen Krebshilfe – möchte die Deutsche Krebshilfe einen Beitrag zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der klinischen bzw. kliniknahen Onkologie leisten. Für das Max-Eder-Nachwuchsgruppenprogramm sind solche Projekte von besonderem Interesse, welche eine Übertragung grundlegender Forschungsergebnisse in diagnostische oder therapeutische Anwendungen der klinischen Onkologie versprechen. Im Rahmen des Programms werden hochqualifizierte junge Onkologen im Anschluss an ihre Postdoktorandenausbildung und nach einem Ortswechsel bei der Etablierung einer eigenständigen Arbeitsgruppe unterstützt.

Scroll to Top