Krebsaktionstag am Universitätsklinikum

Es ist ein langer Weg mit Höhen und Tiefen, den Krebspatienten ab dem Zeitpunkt der Diagnose und durch die ganze Behandlung hindurch gehen – mit dem Gefühl der Unsicherheit als steten Begleiter. „Wir möchten Betroffenen und Angehörigen beim Krebsaktionstag einen Raum bieten, sich auszutauschen, zu sehen, dass sie nicht allein sind“, erklärt Kathleen Zschäge, Stationsleiterin der MOT. Die Organisatoren lassen deshalb beim Krebsaktionstag auch Patienten zu Wort kommen und ihre Sichtweise der Erkrankung darlegen. „Wenn jemand, der selbst an Krebs erkrankt ist, seine Erfahrungen schildert, hat das für andere Betroffene einen besonderen Stellenwert und eine ganz spezielle Wirkung“, so Zschäge weiter. Zum Beispiel kann es Mut machen. So wird eine ehemalige Krebspatientin über ihre siebenwöchige Pilgerreise auf dem Jakobsweg berichten, bei der sie gemeinsam mit elf anderen Brustkrebspatientinnen auf 840 Kilometern quer durch Spanien, durch Hitze und Schnee, über 10.000 Höhenmeter über sich hinausgewachsen ist.

Auch Fachvorträge kommen nicht zu kurz: Unter anderem wird Dr. Jutta Hübner, Krebsspezialistin der Universität Frankfurt, naturheilkundliche Wirkstoffe und Methoden vorstellen, die neben aktuellen schulmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten unterstützend und ergänzend bei der Krebstherapie eingesetzt werden können. Weitere Vorträge drehen sich zum Beispiel um Fortschritte der medikamentösen Behandlung bei Lungenkrebs, um Fragen der Ernährung bei Krebs, um Palliativpflege oder darum, wie man dem Erschöpfungssyndrom, der Fatigue, begegnen kann.

In praxisnahen Workshops zum Thema „Basale Stimulation“ können Besucherinnen und Besucher Massagetechniken und Aromaöle ausprobieren, die Schmerzen lindern und beruhigen. Oder sie können unter fachgerechter Anleitung lernen, wie aus bunten Tüchern ebenso praktische wie schöne Kopfbedeckungen werden können. Bei einem Spaziergang durch ein begehbares Darmmodell haben die Besucher die Möglichkeit, sich anschaulich über das menschliche Verdauungsorgan zu informieren. In der Mittagspause werden die Mitglieder des Söflinger KCC-Ensembles für eine lockere Atmosphäre sorgen.

Gerne vermitteln wir Gesprächspartner.

Pressekontakt:
Kristina Rudy, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
0731 500-43046, kristina.rudy@uniklinik-ulm.de

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