Krankenkassen: Privatpatient für kleines Geld

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen sind in den letzten Jahren immer weiter gesunken und somit steigt die finanzielle Belastung für die Patienten stetig. Abhilfe versprechen hier die Krankenzusatzversicherungen mit zahlreichen Angeboten. Doch welche lohnt sich und sind alle Absicherungen notwendig?

Lücken schließen

Durch die starken Einschränkungen der gesetzlichen Krankenversicherungen in der Übernahme kostenintensiver Leistungen, entstehen teilweise signifikante Versorgungslücken. Dabei geht es nicht nur um die Unterbringung im Zwei- bzw. Einbettzimmer mit Chefarztbehandlung, sondern um die erheblichen finanziellen Belastungen im Bereich von Zahnersatz, Sehhilfen und Hilfsmitteln wie Rollatoren, oder orthopädische Materialien. Teilweise erhält der Patient gar keine Leistung von der Gesetzlichen und muss die Kosten selber tragen.

Hier versprechen die Krankenzusatzversicherungen Abhilfe. Beinahe jede Lücke lässt sich durch eine entsprechende Zusatzversicherung schließen und somit offerieren die Privaten Versicherungsgesellschaften eine Vielzahl an unterschiedlichen Tarifen und individuellen Bausteinen zur Absicherung. Der Kunde muss sich im klaren sein, auf welche Leistungen er besonderen Wert legt und in welchem Bereich er die zukünftige Sicherheit wünscht. Das Internet bietet hier übersichtliche Tarifrechner an, wo Schritt für Schritt sämtliche Bereiche, Leistungsumfänge und Tarife im Baukastensystem individuell zusammengestellt werden können. Hier http://www.krankenkassen.net/krankenzusatzversicherungen.html kann sich ein guter Überblick verschafft werden.

Für alle geeignet?

So groß der Wusch nach einer lückenlosen Absicherung auch sein mag, sind aber auch hier gewisse Grenzen gesetzt. Anders als die gesetzlichen Krankenkassen, staffeln sich die Beiträge bei den Zusatzversicherungen nach Alter, gewünschter Leistung, bestehende Vorerkrankungen und Versicherungsgesellschaft. Ein Vergleich der Angebote kann bares Geld sparen.

Zu bedenken ist auch, das für jede versicherte Person ein extra Beitrag zu leisten ist. Somit kann der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung bei einer mehrköpfigen Familie schon mit mehreren Hundert Euro pro Monat zu Buche schlagen. Es ist also auch eine Frage des verfügbaren Budgets, ob und in welchem Umfang eine ergänzende Absicherung möglich ist.

Das wichtigste Zuerst

Bei der Wahl der richtigen Krankenzusatzversicherung ist es ratsam erst mal die wichtigsten und kostenintensivsten Bereiche abzudecken. Das sind in erster Linie die Zahnärztlichen Leistungen, da hier die größten Einschnitte seitens der Gesetzlichen abzufangen sind. Dann kann über die Absicherung für Heil- und Hilfsmittel, sowie die Übernahme von Kosten für Heilpraktiker und Psychotherapeuten nachgedacht werden. Und erst jetzt ist, je nach verfügbaren Mitteln, die Ergänzung für Krankenhausleistungen wie Einzelzimmer und Chefarztbehandlung zu überlegen.

Genau hinschauen

Sind alle gewünschten Bereiche klar und das Leistungsspektrum erfasst, geht es an die Wahl der richtigen Versicherungsgesellschaft. Neben den oben genannten Tarifrechnern, gibt es eine Vielzahl an unabhängigen Maklerbüros, die einen Überblick der Gesellschaften und Tarife mit den passenden Leistungen anbieten. Wichtig ist hier auch das so genannte Kleingedruckte, denn oft verbergen sich dort die Feinheiten, die über eine Leistungsablehnung, oder Einschränkungen bzw. Ausschlüsse entscheiden. Es ist sinnvoll, genau zu wissen welche Kosten übernommen werden, sonst kann es im Ernstfall zu schwerwiegenden, finanziellen Belastungen kommen. Als Beispiel mögen hier die extrem hohen Kosten im Bereich des Zahnersatzes dienen, wo allein die Implantate schon mit mehreren Tausend Euro zu Buche schlagen können.

Scroll to Top