Kranke Blutgefäße im Blick

Die Arteriosklerose – landläufig auch Arterienverkalkung genannt – führt zu den häufigsten Todesursachen in den westlichen Industrienationen. Bei der Krankheit lagern sich Fette und andere Bestandteile des Blutes in den Blutgefäßen ab und verstopfen diese zunehmend. Als Folge davon kann es zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen kommen.

Zu viel Fett im Essen, zu wenig Bewegung, zu viele Zigaretten: Viele Auslöser für die Arteriosklerose sind bereits bekannt. Weitgehend unklar ist aber, welche Faktoren im Organismus die Entwicklung der Krankheit genau beeinflussen. Damit befasst sich Alma Zernecke-Madsen.

Die Wissenschaftlerin untersucht unter anderem, welche Rolle Immunzellen und kleine Signalstoffe bei der Erkrankung spielen. Bekannt ist zum Beispiel, dass gewisse Fehlreaktionen des Abwehrsystems erst zu Entzündungen der Blutgefäßwand und damit zur Entstehung der Arteriosklerose führen.

Wissenschaftliche Laufbahn

Alma Zernecke-Madsen, 1976 in München geboren, hat Medizin an der LMU München und an der Harvard Medical School in Boston studiert. Danach begann sie ihre Karriere als Ärztin und Wissenschaftlerin an der RWTH Aachen, wo sie sich auch habilitierte. 2009 wechselte sie mit einem Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Leiterin einer Nachwuchsgruppe ans Rudolf-Virchow-Zentrum für experimentelle Biomedizin der Universität Würzburg.

Im Jahr 2012 wurde Alma Zernecke-Madsen dann auf eine Professur für Vaskuläre Biologie an der Klinik für Gefäßchirurgie der Technischen Universität München berufen. Zum 1. Januar 2014 kehrte sie an die Uni Würzburg zurück – sie folgte dem Ruf auf den Lehrstuhl für klinische Biochemie und Pathobiochemie. Hier tritt sie die Nachfolge von Professor Ulrich Walter an, der an die Universität Mainz gewechselt ist.

Kontakt

Prof. Dr. Alma Zernecke-Madsen, Institut für klinische Biochemie und Pathobiochemie,
T (0931) 31-80373, alma.zernecke@uni-wuerzburg.de

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