Konzerte im Kneippland

(djd). Kleiner Ort mit großer Bedeutung: Ottobeuren im Unterallgäu ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt – bei Kunstfreunden, Musikliebhabern und Gesundheitsurlaubern. Zu verdanken hat das die Gemeinde mit ihren knapp 8.000 Einwohnern dem „Wasserdoktor“ Sebastian Kneipp und der Benediktinerabtei. Das Kloster verfügt nicht nur über eine lange Geschichte, sondern mit seiner prächtig ausgestatteten Basilika und dem repräsentativen Kaisersaal auch über zwei Perlen der Barockkunst. Beide Bauten sind auch hervorragende Klangräume, in denen schon Legenden wie Karajan und Bernstein dirigierten. Die musikalische Tradition der Ottobeurer Konzerte wird seit mehr als 60 Jahren gepflegt und auf hohem Niveau gehalten. Das schätzen hochkarätige Ensembles und das breitgefächerte Publikum gleichermaßen. Alle Informationen findet man unter http://www.ottobeuren.de im Internet.

Musik und ein neues Museum

Ein Konzerthöhepunkt des Jahres 2013 ist das Requiem von Giuseppe Verdi zu dessen 200. Geburtstag, das von dem Orchester der KlangVerwaltung München und der Chorgemeinschaft Neubeuern unter der Leitung von Enoch zu Guttenberg in der Basilika präsentiert wird (23. Juni). Der Kaisersaal bietet den idealen Rahmen für ein breites musikalisches Spektrum von Kammermusik bis Jazz. Unter http://www.ottobeuren.de gibt es weitere Informationen zu Kloster, Konzerten und der Region. Ein wahres Veranstaltungsfeuerwerk lockt 2014, wenn die Benediktinerabtei Ottobeuren ihr 1.250-jähriges Bestehen feiert: Neben erstklassigen Musikereignissen steht auch die Eröffnung eines Museums für zeitgenössische Kunst an. Ab Frühjahr 2014 wird dort das Lebenswerk des namhaften heimischen Künstlers Diether Kunerth zu sehen sein.

Mit Kneipp ins Gleichgewicht

Aber zurück zu dem anderen berühmten Sohn der Gemeinde Ottobeuren: Sebastian Kneipp. Der durch seine Gesundheitslehre bekannt gewordene Pfarrer wurde 1821 in Stephansried bei Ottobeuren geboren. Die Kneippkur, ein ganzheitliches Naturheilverfahren auf fünf Säulen, stellt die Einheit von Körper und Geist in den Mittelpunkt. Sie wird im „Kneippland“ – ergänzt mit Anwendungen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, Yoga und Meditation – in zeitgemäßer Form angeboten. Auch die sanft-hügelige Voralpenlandschaft des Unterallgäus kann Alltagsgestressten helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Bewegung und innere Einkehr

Die Gegend um Ottobeuren lässt sich über ein gut ausgebautes und einheitlich beschildertes Wanderwegenetz erkunden. Bewegungshungrige können entweder auf einem Abschnitt des Jakobusweges durch Bayerisch-Schwaben wandern oder auf dem insgesamt 86 Kilometer langen Crescentia-Pilgerweg. Wer es lieber erfrischend und gleichzeitig besinnlich mag, erkundet den Ottobeurer Kneipp-Aktiv-Park. In den Tretbecken, am historischen Klosterweiher und dem Ulrichsbrunnen lässt sich die von Kneipp beschriebene Wirkung von Wasser am eigenen Leib erfahren. Wer über die sogenannte Himmelstreppe geht, kann sich über die fünf Säulen der Kneippschen Gesundheitslehre – Bewegung, Wasser, Ernährung, Kräuter und Lebensordnung – informieren. Nicht nur der Meditationsgarten, sondern auch zwei weitere lokale Pilgerwege, der Ulrichsweg und der Marienweg, laden zur inneren Einkehr ein.

KURZTEXT

Klangräume und Himmelstreppe

(djd). Kunstfreunde, Musikliebhaber und Gesundheitsurlauber schätzen Orte wie Ottobeuren im Unterallgäu. Die Benediktinerabtei, die im kommenden Jahr ihr 1.250-jähriges Bestehen feiert, pflegt eine musikalische Tradition auf hohem Niveau: die Ottobeurer Konzerte. Basilika und Kaisersaal sind Perlen des Barocks und hervorragende Klangräume zugleich. Ottobeuren (http://www.ottobeuren.de) ist aber auch „Kneippland“, wo die Lehre des „Wasserdoktors“ in zeitgemäßer Form praktiziert wird. Für Bewegung, eine der fünf Säulen des ganzheitlichen Naturheilverfahrens, ist auf dem gut ausgebauten Wanderwegenetz gesorgt. Wege zur inneren Einkehr finden Besucher auch im Ottobeurer Kneipp-Aktiv-Park mit Tretbecken, Himmelstreppe und Meditationsgarten.

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