Kontaktlinsen – zwischen Sehhilfe und Accessoire

Etwa 64 % aller Menschen in Deutschland über dem 16. Lebensjahr sind auf eine Sehhilfe angewiesen. Lediglich 2 % dieser Menschen greifen hierbei zu Kontaktlinsen.

Doch nicht nur ein schlechtes Sehvermögen ist ein Grund, um Linsen zu nutzen. In manchen Fällen sind diese einfach besser zu handhaben – beispielsweise, wenn man aktiv Sport wie etwa Klettern betreibt. Auch ästhetische Gründe spielen häufig eine Rolle bei der Entscheidung zwischen Brille und Kontaktlinsen. Besondere Anlässe wie beispielsweise die Kostümierung für eine Halloween-Party können auch dazu führen, dass gewechselt wird und gerne die farbigen bzw. gemusterten Haftschalen verwendet werden.

Diese sogenannten „afokalen Linsen“ überdecken die natürliche Augenfarbe. Dies kann ganz verschiedene Effekte haben, z. B. können braune statt bisher blaue Augen, dem Gesicht eine vollkommen andere  Note geben. Ebenso kann man seinen Augen beispielsweise das Aussehen von Katzenaugen geben oder diese mit diversen Motiven schmücken. Was die Vor- und Nachteile solcher Linsen sind und  wie lange diese getragen werden dürfen, wird hier näher ausgeführt.

Nachteile von Kontaktlinsen

Gleichgültig, ob das Tragen von Kontaktlinsen nun ästhetische oder medizinische Gründe hat, es unterliegt gewissen Nachteilen. So gibt es Situationen, in denen man unbedingt auf die Linsen verzichten und eher auf die Brille zurückgreifen sollte.

Generell dürfen Menschen mit einer Tränenzusammensetzungsstörung keine Kontaktlinsen tragen. Diese Störung führt oft zu trockenen Augen. Da die Haftschale jedoch so konzipiert ist, dass sie auf dem Tränenfilm des Auges schwimmt, kann es zu schweren Verletzungen des Auges kommen, wenn nicht genügend Tränenflüssigkeit vorhanden ist.

Bevor Sie zu Linsen greifen, empfiehlt sich grundsätzlich der Besuch beim Augenarzt. Dieser wird Ihre Augen genauer untersuchen und kann Ihnen sagen, ob Sie Kontaktlinsen tragen dürfen und für wie lange. Zudem wird Ihnen der Facharzt auch einen Tipp geben, welcher Art Ihre Linsen sein sollten.

Auch nach der Entscheidung für Kontaktlinsen sollte man seine Brille nicht gleich entsorgen. In einigen Fällen z.B. während einer Bindehautentzündung, einer Grippe oder dergleichen ist das Tragen der Linsen nicht zu empfehlen. Die bereits empfindlichen Augen könnten zusätzlich gereizt werden und eine Abheilung würde sich maßgeblich verzögern. Man kann die Linse auch nicht unbegrenzt tragen, da eine Kontaktschale die Sauerstoffzufuhr für die Hornhaut stark eindämmt, wenn nicht sogar abbricht. Dadurch werden die Augen schneller müde.

Vorteile von Kontaktlinsen

Für Menschen mit einem ästhetischen Bewusstsein ist es sicherlich eine angenehmere Variante im Arbeits- und Privatleben  brillenlos zu erscheinen. Der psychologische Effekt sollte nicht unterschätzt werden. Ein wesentlicher und nicht zu verachtender Vorteil gegenüber den normalen Sehhilfen ist es, dass man kein eingegrenztes Sichtfeld hat. Kontaktlinsen sind zudem besonders dafür geeignet, Unebenheiten auf der Hornhaut auszugleichen. Sollte Ihr Augenarzt also Ungleichheiten feststellen, empfiehlt es sich, mit ihm die Nutzung von Haftschalen zu besprechen.

Generelles für potenzielle Kontaktlinsenträger

Es gibt Tages-, Wochen- und Monatslinsen. Um so länger der Haltbarkeitszeitraum einer Kontaktlinse ist, desto wichtiger wird der pflegliche Umgang und die tägliche Hygiene.

Optiker und Augenärzte sind gerne bereit, Sie mit weiteren wesentlichen Informationen zu versorgen und geben Ihnen außerdem Hinweise für die bestmöglichen Linsen in Ihrem speziellen Fall. Sie sind die richtigen Ansprechpartner, um festzustellen, ob das Tragen von Kontaktlinsen für Sie eine vertretbare Alternative darstellt. Zudem werden sie Ihnen alle benötigten Mittel wie beispielsweise Reinigungssets mitgeben.

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