Kongresshighlight Radioonkologie: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf der DEGRO 2019

Mit seinem Besuch der DEGRO-Jahrestagung 2019 setzt Minister Jens Spahn einen neuen Impuls zur Umsetzung der ambitionierten Ziele der „Nationalen Dekade gegen Krebs“. Sie wurde im Januar dieses Jahres vom Bundesforschungsministerium (BMBF) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und zahlreichen weiteren Partnern wie Fachgesellschaften, Krankenkassen und Verbänden gestartet, um gemeinsam für eine starke Krebsforschung zu arbeiten.
Im Vorfeld des DEGRO-Kongresses erklärte Spahn: „Alle Menschen mit der Diagnose Krebs ̶ pro Jahr sind in Deutschland rund 480.000 Personen damit konfrontiert ‒ sollen darauf vertrauen können, auf dem neuesten Stand des medizinischen Wissens und der Forschung therapiert werden zu können. Deshalb setzen wir alles daran, in der Krebsbekämpfung noch effektiver zu werden. Mit der Dekade gegen Krebs wollen wir dafür jetzt einmal mehr alle Forschungskräfte mobilisieren.“ Für Jens Spahn kommt es vor allem darauf an, dass Forschungsergebnisse noch schneller für die Versorgung der Patientinnen und Patienten genutzt werden können.
Die Krebsforschung soll, so das übergeordnete Ziel der Nationalen Dekade gegen Krebs, besonders in den Bereichen Prävention, Früherkennung, Diagnostik und innovative Therapien weiter gestärkt und zielgerichtet vorangetrieben werden. Mit welchen Intentionen das seitens des Bundesministeriums für Gesundheit umgesetzt werden soll und welchen Betrag die einzelnen Partner leisten können, wird für alle, die in Münster bei der Eröffnungsveranstaltung des DEGRO-Kongresses am 13. Juni um 17.00 Uhr dabei sind, zu erfahren sein.
Die Schlagworte der DEGRO-Jahrestagung 2019 „Qualität, Vernetzung und Sichtbarkeit” bringen für Bundesgesundheitsminister Spahn die mit einer zeitgemäßen Krebstherapie verbundenen Erwartungen zum Ausdruck: Beste Patientenversorgung nach von der DEGRO erstellten Leitlinien, Vernetzung als eine der Voraussetzungen für den Erfolg einer Tumorbehandlung und Sichtbarkeit für die Strahlentherapie als ein wichtiges, jedoch in der Öffentlichkeit oft zu wenig präsentes Element der Krebsbehandlung. Der Minister greift damit die für die Radioonkologie aktuell relevanten und im Rahmen der Jahrestagung adressierten Themen auf: Qualitätssicherung, Interdisziplinarität sowie Information und Aufklärung in der Öffentlichkeit. Dabei betont Spahn die Wichtigkeit der Interdisziplinären Onkologischen Versorgung, in der die RadioOnkologie eine ganz zentrale Säule darstellt.

Frau Univ.-Prof. Dr. Stephanie E. Combs, Pressesprecherin der DEGRO und Direktorin der Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie an der Technischen Universität München (TUM) sieht die enge Kooperation zwischen allen Fächern der Onkologie sowie den konstruktiven Diskurs mit den Onkologischen Fachgesellschaften und den Vertretern der Bundesregierung als eine wichtige transdiziplinäre Vernetzung. Denn Radioonkologie ist neben der Chirurgie und der medikamentösen Therapie, zu der vor allem die Chemotherapie und die modernen zielgerichteten Medikamente zählen, eine der wesentlichen Säulen der Onkologie und wird bei mehr als 70 % aller Tumorerkrankungen als präoperative, postoperative oder alleinige Therapieform eingesetzt. Mit vielfältigen modernen Therapiemethoden ist es heute möglich, die Behandlung einer Krebserkrankung optimal individuell zu gestalten und maximale Wirkung bei minimalen Nebenwirkrungen zu erreichen. Zur Qualitätssicherung ist die DEGRO als Fachgesellschaft an der Erarbeitung zahlreicher Leitlinien aktiv beteiligt. Eine multimodale Therapie, mit der heute viele Arten von Krebs-Erkrankungen bei Patienten aller Altersgruppen kurativ und palliativ behandelt werden, ist wie kaum ein anderes Fach geprägt durch interdsziplinäre Zusammenarbeit und Teamwork.
So werden zum Auditorium des diesjährigen Kongresses Strahlentherapeuten, Medizinphysiker, Strahlenbiologen, MTRA, MFA, Pflegende, Sekretärinnen und viele andere Berufsgruppen gehören, wie die Tagungspräsidenten Univ.-Prof. Dr. med. Hans Th. Eich, Münster, und Prof. Dr. med. Oliver Micke, Bielefeld, in ihrer Einladung ausdrücklich betonen. Die Tagung wird sich aber auch an Patienten, Angehörige und Interessierte wenden, die sich auf einem Patiententag am 16. Juni über die neuesten Entwicklungen und Innovationen dieses Faches informieren können.
Die wissenschaftlichen Schwerpunkte , die innovative Veranstaltungsformaten, hochkarätigen Referenten und die Anwesenheit des Bundesgesundheitsministers verleihen dieser 25. DEGRO-Jahrestagung 2019 eine besondere Attraktivität. Mit der Würdigung des Stellenwertes der Radioonkologie in der Eröffnungsveranstaltung möchte Jens Spahn allen Teilnehmern dafür danken, „dass sie dazu beitragen wollen, ein leistungsfähigeres Gesundheitswesen noch besser zu machen und Menschen mit einer Krebserkrankung zu helfen.”

Weitere Informationen Zur DEGRO-Jahrestagung 2019 finden Sie unter https://www.degro-jahrestagung.de

DEGRO-Pressestelle
Dr. Bettina Albers
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