Kongress für Medizintechnik kommt nach Stuttgart

Die Medical Device Manufacturing Conference bringt die besten Voraussetzungen mit, eine international renommierte Tagung für die Medizintechnik zu werden. Einerseits gehört
Baden-Württemberg mit der starken Metall- und Kunststoffproduktion europaweit zu den wichtigsten Standorten der Branche. Andererseits stellt die Nähe zur Medtec Europe sicher, dass die wichtigsten Akteure aus aller Welt vor Ort sind. Das Auftakttreffen für die im Jahr 2018 geplante Konferenz findet im Rahmen eines öffentlichen Symposiums statt. Anschließend tritt das Conference Board erstmals zusammen, um die Schwerpunkte für die Tagung zu erarbeiten und den Call for Papers auszurufen.

Regularien für Medizintechnik im permanenten Wandel
Ein Themenblock des Symposiums beschäftigt sich mit den regulatorischen Anforderungen für Medizintechnikprodukte und -geräte sowie ihren Konsequenzen für die Herstellung. Diese werden auf nationaler, internationaler und europäischer Ebene immer
wieder fortentwickelt. »Jedes Land möchte sein Gesundheitssystem ökonomisieren und
gleichzeitig die Patientensicherheit erhöhen. Mit dem technischen Fortschritt und politischen Anpassungen ändern die Nationen daher ständig ihre Auflagen«, erklärt Schneider. Für Hersteller von Medizinprodukten kosten solche Modifikationen viel Zeit und Geld.

Weiterhin beleuchtet das Symposium neue, zukunftsweisende Technologien der
Branche. Hier kommt beispielsweise dem 3D-Druck für die Herstellung individualisierter
und personalisierter Implantate eine wichtige Rolle zu. In diesem Zusammenhang diskutieren die Experten, wie sich innovative Herstellungsverfahren, zum Beispiel Hybridverfahren aus 3D-Druck und Zerspanung, in der Medizintechnik nutzen lassen. Bei der Veranstaltung treffen Vertreter aus der Konzernforschung und der akademischen Forschung auf Branchenverbände. Zu den Rednern gehören Roland Zengerle, Lehrstuhlinhaber am Institut für Mikrosystemtechnik IMTEK der Universität Freiburg oder Faraj Abdelnour, Experte für Medizintechnik-Zulassungen der französischen Firma AB Certification.

Dr. Urs Schneider, Leiter Medizin- und Bioproduktionstechnik am Fraunhofer IPA:
»Mit der Nähe zur Medtec Europe in Stuttgart stellen wir sicher, dass die Marktführer
aus der Medizintechnikzulieferung und der Produktionstechnik vor Ort sind. Weiterhin
sitzen in Baden-Württemberg viele branchenrelevante Firmen aus der Metall- und
Kunststoffproduktion«.

Anne Schumacher, Leiterin der Medtec Europe bei UBM:
»Stuttgart stellt seit jeher für die Medizintechnik einen der bedeutendsten Standorte
in ganz Europa dar. Wir freuen uns, dass die Medtec Europe mit der zeitgleich stattfindenden Fachkonferenz die herausragende Position des Wirtschaftsstandorts noch stärker betont. Mit dem Fraunhofer IPA und weiteren Vertretern aus der Industrie stehen führende Experten hinter dem Format, das das Programm der Messe ideal ergänzt«.

Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart:
»Dieser neue, internationale Medizinkongress stärkt die Kompetenz der Messe Stuttgart
im Bereich Medizinveranstaltungen, die ein hohes Renommee genießen. Unsere hervorragende Verkehrsinfrastruktur, mit der Lage unseres Geländes, direkt neben Flughafen und Autobahn, garantiert gerade bei internationalen Veranstaltungsformaten
eine schnelle Anreise mit kurzen Wegen. Das kulturelle Angebot der Landeshauptstadt
Stuttgart ist für die anspruchsvolle Klientel der Mediziner ebenfalls von großer Wichtigkeit und wird sehr gerne zum abendlichen Networking genutzt«.

Fachlicher Ansprechpartner
Dr. Urs Schneider | Telefon +49 711 970-3630 | urs.schneider@ipa.fraunhofer.de | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA | www.ipa.fraunhofer.de

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