Konferenz über „Krankheitsbedingte Abwesenheit am Arbeitsplatz“ und „Präsentismus“

Gerade das Phänomen des Präsentismus, in dem es um Arbeitnehmer geht, die krank auf der Arbeit erscheinen, ist erst in jüngster Zeit nicht nur in der Wissenschaft sondern auch in der breiten Öffentlichkeit verstärkt auf Aufmerksamkeit gestoßen.

Ein erheblicher Teil gesellschaftlicher und ökonomischer Kosten von Krankheiten manifestiert sich nämlich nicht in Abwesenheit sondern in Anwesenheit am Arbeitsplatz. Ein Grund mehr, dieses Phänomen ins Zentrum einer Konferenz zu rücken, ohne dabei den Absentismus zu vergessen. Ziel der Veranstaltung ist es, sich über neue Forschungsergebnisse auszutauschen und neue internationale und interdisziplinäre Forschungsprojekte auf den Weg zu bringen. Neben Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Spanien und der Schweiz werden auch Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung erwartet.

Die Thematik der Vorträge reicht von der Erforschung von Geschlechtsunterschieden beim Abwesenheitsverhalten über die Rolle der Unternehmensform für das Abwesenheitsverhalten der Arbeitnehmer bis hin zur Wirkung regionaler Abwesenheitskulturen. Eine Studie geht der Frage nach, ob die erhöhten Fehlzeiten in wirtschaftlichen Boom-Phasen auf erhöhte Ansteckungsgefahr am Arbeitsplatz zurückzuführen ist, da aufgrund der guten Auftragslage auch kranke Arbeitnehmer zu Arbeit kommen (müssen).

An zwei der zwölf wissenschaftlichen Projekte, die auf der Konferenz vorgestellt werden, sind Wissenschaftler des IAAEU beteiligt. Die Ökonomische Abteilung des IAAEU plant in Zukunft alljährlich im Herbst eine thematisch fokussierte Konferenz zu veranstalten, die den thematisch offeneren Ökonomischen Workshop, der immer im Frühjahr stattfindet, abrundet.

Weitere Informationen:

Kontakt:
Daniel Arnold
E-Mail: arnoldd@uni-trier.de
Tel. 0651/201-4755

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