Knieschmerzen – Kinesiologie Tapes stützen und helfen

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Schon seit den 1980er Jahren haben sich Kinesiologie Tapes in der Behandlung und Prävention von Beschwerden etabliert. Vor mehr als 30 Jahren traten erstmals japanische Sportler mit den bunten Klebebändern in der Öffentlichkeit auf. Erst einige Jahre später hat sich der Trend fast überall auf der Welt durchgesetzt. Kein Wunder, denn das Tapen bietet viele Vorteile und hat keine Nebenwirkungen. Voraussetzung dafür ist, dass Tapes von einem Profi angelegt werden. Gerade bei Kniebeschwerden haben sich Kinesiologie Tapes bewährt. Sie bieten einen gewissen Schutz und eine Stütze, ohne das Kniegelenk zu sehr einzuschränken.

 

Was macht Kinesiologie Tapes so besonders?

Anders als bei anderen Maßnahmen, die gegen Kniebeschwerden helfen, ist die Mobilität beim Tapen nicht eingeschränkt. Lässt man sich einen starren Stützverband anlegen oder trägt sogar eine Schiene, ist der natürliche Bewegungsablauf beeinträchtigt. Zwar ist das Knie dann stabil und geschützt, allerdings sind Ausgleichsbewegungen notwendig um sich fortbewegen zu können. Dadurch kommt es oft zu Beschwerden an anderen Köperteilen wie zum Beispiel in der Hüfte. Mit einem Tape hingegen kann man ganz normal gehen und – wenn vom Arzt erlaubt – weiter Sport betreiben. Dieser große Vorteil macht Kinesiologie Tapes bei professionellen Athleten und Hobbysportlern so beliebt. Ein Tape ist folgendermaßen aufgebaut:

• Trägermaterial aus Baumwollgewebe
• Elastanfäden – der Anteil variiert je nach Anwendung und Anbieter
• Wellenförmig aufgetragener Acrylkleber

Im Leistungssport kommen auch Modelle zum Einsatz, wo der Baumwollanteil durch Viskosefaser oder einem synthetischen Stoff ersetzt wird. Da Kinesiologie Tapes elastisch anliegen und jede Bewegung mitmachen, kommt es darüber hinaus zu einer sanften Massage.

 

Wie wirkt das Kinesiologie Tape am Knie?

Leidet man unter Kniebeschwerden, kommt es rasch zu einem Teufelskreis: um den Schmerzen entgegenzuwirken, nimmt man automatisch eine Schonhaltung ein um besser gehen zu können. Das wiederum führt jedoch zu Verspannungen in anderen Körperpartien. Viele Betroffene haben nach einiger Zeit das Gefühl, dass der Schmerz in das Schienbein, die Wade oder den Oberschenkel ausstrahlt. In Schonhaltung ausgeführte Bewegungen sind aus ergonomischer Sicht ungünstig – so kommt es zu Muskelverspannungen. Ein Kinesiologie Tape ist bei Kniebeschwerden auf unterschiedliche Weise hilfreich, unter anderem beschreiben Anwender folgende positive Effekte:

• Die Muskeln rund um das Knie entspannen sich
• Das Kniegelenk wird unterstützt
• Schmerzreduktion
• Die sanfte Massagewirkung wird generell als angenehm empfunden.

 

Worauf sollte man beim Tapen achten?

Es gibt beispielsweise preisgünstige Tapes bei sl-praxisbedarf.de, hinter denen eine ausgeklügelte Technik steckt. Schließlich wird das Klebeband mit einer gewissen Vorspannung auf das Trägerpapier aufgebracht. Bei den verschiedenen Möglichkeiten, das Knie zu unterstützen, muss man immer auf die richtige Spannung achten. Je nach Art der Beschwerden werden die Tapes zum Teil in Streifen geschnitten oder als Gitter angebracht. Wer noch keine Erfahrung mit dem Tapen hat, sollte die Klebestreifen von einem Profi anbringen lassen. Zwar gibt es im Internet zahlreiche Anleitungen, allerdings sollte man auf keinen Fall selbst Hand anlegen ohne vorher eine Diagnose gestellt bekommen zu haben. Klebt man das Kinesiologie Tape nicht richtig auf, hat es im besten Fall keine Wirkung, im schlimmsten Fall verschlimmern sich die Beschwerden. Wichtig ist, dass die Haut rund um das Knie gut gereinigt ist. Möchte man die Streifen nach dem Duschen oder Baden anlegen, muss man sich gut abtrocknen. Um ein vorzeitiges Ablösen zu verhindern, rundet man die Ecken mit einer Schwere ab. Wichtig ist auch, beim Ablösen des kinesiologischen Tapes nicht auf den Kleber zu greifen. Nach dem Anbringen reibt man gut über das Tape, der Kleber wird nämlich durch die Körperwärme aktiviert. Entfernen lassen sich Kinesiologie Tapes am besten unter der Dusche.

 

Welche Möglichkeiten gibt es, das Knie zu tapen?

Wie die Klebestreifen genau angebracht werden sollen, hängt davon ab wo genau der Schmerzpunkt sitzt. Gerade am Knie kommt es oft zu undefinierten Schmerzen, man kann gar nicht richtig sagen von wo die Beschwerden genau ausgehen. Bei unspezifischen Schmerzen hat sich ein Tape in V-Form bewährt. Um die beiden Streifen richtig anbringen zu können, setzt man sich auf einen Stuhl, das Knie sollte um 90 Grad abgewinkelt sein. Unterhalb des Knies legt man beide Tapes mit Zug an, während sie über dem Oberschenkel ohne Zug fixiert werden. Eine weitere Möglichkeit ist, Tapes im Oval rund um die Kniescheibe zu legen. Dafür benötigt man vier Streifen, die jeweils mit Zug am Kniegelenk angelegt werden und ohne Druck in Richtung Bein auslaufen. Die ersten beiden Tapes kleben ganz in der Nähe der Kniescheibe, die beiden weiteren werden als Fixierung etwas außerhalb angebracht. Auch beim bei Sportlern gefürchteten Läuferknie können Tapes helfen. Dabei handelt es sich in der Regel um Schmerzen an der Außenseite des Knies. Für das Anlegen des Klebestreifens lässt man sich am besten helfen, da das Tape in seitlich liegender Position mit angewinkeltem Knie aufgetragen wird. Es reicht vom Kniegelenk über den seitlichen Oberschenkel bis zum Knochenvorsprung des Oberschenkelknochens. Bei allen Varianten ist es wichtig, das Tape gut anzureiben. Mit dem nächsten Training sollte man zwei bis drei Stunden nach dem Anbringen warten, dann erst klebt das Band richtig gut.

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