Knappe Bausteine bei der Wirkstoffherstellung

Um Naturstoffe in der Medizin und anderen Bereichen wirksam nutzen zu können, müssen sie in größerer Menge als in der Natur vorhanden „nachgebaut“ werden. Einzelne Bausteine dieser Stoffe sind dabei manchmal kaum verfügbar und erschweren die Herstellung. Sie müssen künstlich erzeugt werden. Im Leibniz Research Cluster finden sich nun Wissenschaftler aus fünf Leibniz-Instituten zusammen, um ihre Expertise auf unterschiedlichen Gebieten zu bündeln und an biotechnologischen Methoden für die Produktion von Wirkstoffen zu forschen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist in dieser Form einzigartig. Die beiden lebenswissenschaftlichen Institute darunter werden hierbei Erkenntnisse zur Produktion der Synthesebausteine aus Mikroorganismen und Pflanzen beisteuern. Die drei technologisch und materialwissenschaftlich ausgerichteten Institute schaffen hierzu die Grundlagen für eine neue Art der Herstellung der Bausteine, die ohne lebende Zellen auskommt, sowie einer nachfolgenden Analyse.

Am 12. März 2015 finden sich die Direktoren und beteiligten Wissenschaftler der Leibniz-Institute am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI) in Jena zusammen, um die gemeinsame Arbeit zu beginnen. Ein Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird aus diesem Anlass den Bescheid über die Förderung überreichen. Dazu werden der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Matthias Kleiner, sowie der Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Walter Rosenthal, ein Grußwort sprechen. Nach einer Führung durch das Biotechnikum des HKI um 13 Uhr sind die Vertreter der Presse herzlich zu einem Gespräch eingeladen.

Das Leibniz Research Cluster wird bis 2020 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 6,5 Millionen Euro gefördert. Beteiligt sind neben dem HKI als Sprecher des LRC das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) in Dortmund, das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle, das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF) und das Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) in Saarbrücken. Die Forschung wird vor allem von fünf Nachwuchsgruppen in den einzelnen Instituten betrieben, die von jungen Wissenschaftlern geleitet werden. Innerhalb des Projektes werden sie nicht nur stark vernetzt miteinander arbeiten, sondern sich auch für ihre weitere Karriere qualifizieren.

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