Knallig, exotisch, sportlich

Von unserer dtd-Korrespondentin Beate Fuchs

(dtd). Leuchtendes Gelb, softes Apricot, wilde Animalprints, farbenfrohe Blüten, aufregende Cut-Outs, edle Spitze und leichte Plissees: Die Frühlings- und Sommermode 2012 sorgt nicht nur für gute Laune, sondern ist so vielseitig, dass sie für jeden den passenden Look bereit hält: Ob sexy, glamourös, exotisch, verspielt oder sportlich. Hier sind die neuesten Trends und Must-Haves.

Buntes Farbenspiel

Leuchtende Farben wie Pink, Orange, Rot und vor allem Signalgelb bleiben auch in diesem Jahr angesagt. Die Farben kommen entweder als auffälliges Colour-Blocking zur Geltung oder stehen in modischem Kontrast zu hellen Tönen und Weiß. Eine der neuen Trendfarben ist Grün, solo oder kontrastreich mit Mustern. Flamingo, das etwas andere Rot, ist im Kommen, während strahlendes Weiß weiterhin nicht fehlen darf. Apricot, Pistazie, Mintgrün, Vanillegelb und Rosa: 2012 feiern definitiv die Pastelltöne ein Comeback. Wer will, kombiniert sie cool mit Neonfarben oder mixt sie zart untereinander. Die soften Farben passen zu den neuen grafischen Schnitten ebenso wie zu romantischen Kleidern. Ungewöhnlich ist, dass Herbsttöne wie Oliv, Bordeaux, Violett und Petrol nun auch in der warmen Jahreszeit ihre Bedeutung bekommen. Meist aus edler, fließender Seide, kommen die femininen und eleganten Teile vor allem am Abend zur Geltung. Toll wirken sie kombiniert mit einem Top, einer Bluse oder einem Accessoire in Neon. Metallisch glänzt es beim angesagten „Silber-Kurs“. Die kühle Farbe ist nicht nur am Abend zu tragen, sondern gefällt – kombiniert mit Weiß oder Grau – auch als sportlicher Tageslook.

Exotische Prints

Kein Sommer ohne Blüten: Exotische Prints in einer bunten Farbpalette von Papaya bis Zinnober zieren Kleider, Blusen und Hosen. Besonders schön wirken die knalligen Blüten auf weißem Hintergrund. Spannend sind Blumenmuster, die durch Stickereien oder Applikationen einen dreidimensionalen Effekt erhalten. Kleine Streifen- oder Blümchenmuster zieren jetzt nicht nur Blusen und Kleider, sondern auch verstärkt locker fallende Hosen. Farbenfroh und auffällig erscheinen Ethnomuster und Animal Prints, die in diesem Jahr wild untereinander gemixt werden dürfen. Wer es etwas schlichter mag, wählt zu einer Bluse im Ethnolook eine unifarbene Safari-Jacke.

Leichtgewicht Plissee

Röcke gibt es in dieser Saison in jeder Variation: Must-Have ist ein Plisseerock in leuchtenden Farben. Das Leichtgewicht findet in jedem Koffer Platz und wird modisch mit einer lässigen Hemdbluse und Higheels kombiniert. Tulpenröcke aus fließender Seide oder Viskose, besonders schön in pudrigen Tönen, sind ebenso angesagt wie Tellerröcke im Fifties-Style oder Wickelröcke in Ethnomuster. Maxiröcke gefallen in sanften Tönen und aus edlen Materialien, Miniröcke fallen durch Details wie Layering auf. Sportliche Hemdblusenkleider aus bunter Baumwolle sind ein luftiger Sommertrend, edel und verführerisch erscheinen die neuen Kleider aus Spitze.

Twenties-Trend und Cut-Outs

Wichtiges Thema ist der 20er-Jahre Stil: Perlen, Pailletten, und Grafikprints am Flapper-Dress fallen auf und sind wohl eher für den Abend gedacht. Doch in den Geschäften finden sich auch schlichtere Kleider im Art-déco-Muster, die durchaus tagsüber getragen werden können. Wer gerne Haut zeigt, kommt in diesem Jahr auf seine Kosten: In sind bauchfreie Tops und Cut-Outs. Die „Ausschnitte“ an Hüfte oder Bauch sind raffiniert und wechseln sich mit blickdichten Partien auf Top oder Kleid ab.

Chinos und Sportstyle

Chinos bleiben ebenso angesagt wie softe Lederjacken, die toll zu den neuen Plisseeröcken passen. Jeans gehen natürlich immer. Ein unkomplizierter Sommerlook, ist der neue Sportstyle. Die legeren Schnitte passen gut zu hellen Naturtönen, es gibt sie aber auch in Neon. Die Materialien sind oft glänzend und edel und weit entfernt von normalen Trainingsklamotten. Modische Frauen greifen zu College-Blousons: Ob mit Hawaiidruck , Blockstreifen, aus Wildleder oder im bekannten Baseball-Style. Angesagt sind auch Parkas in Kombination mit Desert-Boots und Canvas-Bags.
Und sonst? Das Ringelshirt feiert ebenso wie der Paisley-Blazer in Schwarz-Weiß Revival, kurze Jeans- und Lederjacken kommen zurück, Sommerstrick gefällt mit transparenten Lochmustern und kurze Hosen zeigen als Micro-Shorts viel Bein.

Nicht ohne Chinos und Schal
Die Frühlings- und Sommermode 2012 für den Mann

(dtd). Von Casual bis Business, die aktuellen Frühlings- und Sommer-Looks bieten eine große Auswahl von Kombinationsmöglichkeiten, die den persönlichen Stil des Mannes unterstreichen. „Sophisticated Casuals“ machen nach Einschätzung des Deutschen Modeinstituts (DSI) in Köln das Rennen. Die Farben bleiben dabei eher zurückhaltend. Kreidetöne, Grau und Dust lassen genügend Spielraum für peppige Accessoires. Nach wie vor spielt Blau eine wichtige Rolle. Die Farbrange reicht von ausgewaschenen Bleus über Gewitterblau bis hin zu Indigo und Navy. Vor allem für Leinenteile sind exotische Sandtöne, Khakis oder tiefes Braun wichtig. Farbakzente werden mit frischem Rot, kühlem Grün, sonnigem Gelb oder fruchtigem Mandarin gesetzt. Allerdings stehen die Farben nicht mehr so im Vordergrund wie im vergangenen Jahr.

Farbige Chinos

Die Muster gefallen mit uninahen Minidessins, Streifen und Karos. Aber auch Blumenprints und Surfmotive erleben ein Revival. Hosen werden 2012 kurz getragen. Knöchellang oder hochgekrempelt bieten sie eine stylishe Alternative zu den eher normalen Modellen der letzten Jahre. Chinos setzten in diesem Jahr ihren Siegeszug fort. Passend dazu findet man auch die ein oder andere Collegejacke oder Strickjacke mit College-Emblem. Eyecatcher sind farbige Chinos und jüngere Männer tragen sie in loseren Schnitten mit vertieftem Schnitt. Bermudas sind ein Keyitem der Saison. Schlank und preppy passen sie ideal zum urbanen Look. Denims spielen natürlich weiterhin eine wichtige Rolle.

Komfortable Jerseysakkos

Die neuen Sakkos als lässige Begleiter zu smarten Chinos sind schmal geschnitten, aufwändig gefärbt oder gewaschen und haben so gut wie keine Fütterung. Modehighlight sind komfortable Jerseysakkos. Neu im Sortiment sind zweireihige Sportsakkos mit Seitenschlitzen. Schlanke, schmale Silhouetten bestimmen vorwiegend den Trend im Business Style.
Accessoires werden für Männer immer wichtiger. Vor allem Schals entwickeln sich zum absoluten Renner. Krawatten haben mittlere Breiten und fallen mit kräftigen Farben auf. Angesagter Trend für Männer sind auch Taschen: Markante Rucksäcke, geräumige Shopper oder edle Business-Taschen gehören ebenso zum modischen Outfit wie schmalkrampige Panamas.

Lässige Farbtupfer
Accessoires mögen es in diesem Jahr bunt

(dtd). Handtaschen, Gürtel, Schals und Schmuck: Jede Saison verführen uns die Designer mit neuen Kreationen, so dass wir auch in diesem Sommer nicht genug von den modischen Accessoires bekommen. Hier die neuesten Trends:

Egal ob Armbändchen, Gürtel oder Handtaschen, es wird definitiv bunt: Je farbenfroher desto besser. Die Farben leuchten intensiv in Grün, Blau, Orange oder Pink. Ein knalliger Gürtel setzt farbige Highlights und peppt jedes schlichte Outfit auf. Wer richtig auffallen will, mixt mehrere Knallfarben miteinander. Blümchenmuster dürfen nicht fehlen. Auffallend ist auch der angesagte Art -déco-Schmuck in opulentem Gold, Silber und Schwarz. Zum Ethno-Stil passen Schmuckstücke aus Holz, Steinen und Leder. Bei Tüchern und Schals geben in diesem Sommer vor allem Paisleymuster den Ton an.

Der Frauen Lieblingsaccessoire gibt es wie immer in allen Formen und Farben. Waren im Vorjahr noch Portfolio-Bags und XXL Clutches angesagt, ist nun eine Gegenbewegung zu beobachten. Kleine bis mittelgroße Taschen in kompakten Formen sind der wegweisende Trend. Viele Designer setzen auf kleine, zierliche Handtaschen, die sogenannten Petite Sacs, die am Handgelenk getragen werden. Ein extravaganter Trend ist der Reptilien-Look. Clutch und Shopper erscheinen im Snakeskin-Design.

Ein großartiges Revival erleben Henkeltaschen. Die kurz getragene Henkel-Tasche ist der Trend schlechthin und löst damit die Schultertasche ab. In den Geschäften finden sich Modelle in klassischen, gedeckten Tönen wie Braun, Grau oder Beige, aber auch Taschen in knalligen Farben, die tolle Akzente setzen. Ansonsten gilt wie immer: Je nach Outfit und Anlass wird die passende Tasche gewählt. Praktisch und alltagstauglich sind Umhängetaschen, Shopper oder Rucksacktaschen, zum sportiven Outfit passen Beuteltaschen oder Bodybags, für den eleganten oder glamourösen Auftritt sind Henkeltaschen, Clutches oder Abendtaschen angesagt .

Wie viel Farbe darf es sein?
Schuhsommer 2012: Vom Colour-Blocking bis zum Schlangen-Look

(dtd). 5,8 Paar Schuhe kauft sich die deutsche Frau durchschnittlich pro Jahr. In diesem Jahr könnten es ein paar mehr werden. Denn die neue Schuhmode macht Laune und die Kaufentscheidung fällt schwer. Frische, kräftige Farben, florale Applikationen, fantasievolle Drucke mit Blumen und Früchten sowie klare, grafische Prints bestimmen laut Deutschem Schuhinstitut (DSI) das modische Outfit. Im Fokus stehen Orange und Pink, Tomatenrot, Koralle, Kobaltblau, Türkis, Apfelgrün und Sonnengelb. „Die frischen, kräftigen Farben drücken Energie und Dynamik aus“, so die Modeexperten vom DSI. Selbst die Männer dürfen Farbe bekennen. Experten empfehlen den Herren zum Beispiel Loafer oder Bootsschuhe in Facebook-Blau .

Colour-Blocking und Schlangen-Optik

Damenschuhe leuchten bei diesem Farbenspiel nicht nur unifarben, sondern gefallen im Colour-Blocking: Ein gelber Absatz, eine rote Sohle und dazu orangefarbene Riemchen. Neben der farbenfrohen Linie gibt es den Trend zu matten, pastelligen Tönen bis hin zu einer Vielzahl von Weißnuancen. Frische und Modernität prägen diese lichte Farbgruppierung. Auch die Natur als Inspirationsquelle spielt nach wie vor eine wichtige Rolle und bildet einen Ausgleich zur Farbigkeit der neuen Schuhmode. „Jungle-Glamour“ ist ein weiteres Trendthema. Der Leo-Look des vergangenen Jahres wird von Schlangen-Optik abgelöst. Passend zum Sommer liegt auch der klassische Yachting-Stil in Blau- Weiß-Rot im Trend. Dabei werden die Streifen durch Pünktchenmuster ergänzt und erinnern an die Capri-Romantik der 1950er und 1960er Jahre .

Weiche Materialien

Die Materialien sind vor allem eines: Weich und leicht. Besonders wichtig sind edle Nappa- und Nubukqualitäten, aber auch Lack, bedruckter Stoff, Leinen, Hanf oder Sisal finden sich. Bei der großen Formenvielfalt wird frau bestimmt das Passende finden: Das Spektrum reicht von flach und bequem bis zu spitz mit schwindelerregenden High Heels mit dicker Plateausohle. Es gibt Keilsandaletten, Ballerinas und Mokassins, Sling-Pumps mit zierlichen Queeny-Absätzen und stylishe Sommerstiefel. Dekorationen spielen in den neuen Kollektionen eine wichtige Rolle: Blumen, Federn, Rüschen und Schleifen zieren Ballerinas und Co.

Männer tragen in diesem Sommer neben Loafern und Bootsschuhen vor allem Budapester, Sneaker und Desert Boots. Helle Sohlen, kontrastfarbene Schnürsenkel, Ziernähte und handschuhweiches Leder sorgen laut DSI für die sommerliche Leichtigkeit. Sneaker bekommen dank Colourblocking und Material-Mix einen neuen Look, luftige Durchbrüche oder Flecht-Details machen Schnürschuhe sommertauglich.

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