Klug gefischt schmeckt besser

Überfischte Bestände schonen und schmackhafte Alternativen in nachhaltigem Fisch entdecken – dazu ruft das Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane mit dem bundesweiten Rezeptwettbewerb „Klug gefischt“ auf. Bis zum 14. April können Hobby-Köche auf http://www.wissenschaftsjahr.de/rezeptwettbewerb ihre Lieblingsfischrezepte einreichen. Die Auswahl der verwendeten Fische oder Meeresfrüchte sollte sich dabei am WWF-Fischratgeber orientieren. Denn durch die Entscheidung für Fisch aus nachhaltiger Fischerei können Verbraucherinnen und Verbraucher dazu beitragen, die biologische Vielfalt in unseren Meeren und Ozeanen zu sichern.

Weltweit werden jährlich über 80 Millionen Tonnen Fisch aus den Meeren geholt. Über 30 Prozent der Bestände sind bereits überfischt. „Der langfristige Schutz und die verantwortungsbewusste Nutzung der natürlichen Fischbestände sind eine wichtige Aufgabe für Politik und Forschung“, betont Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. „Genauere Zählungen ermöglichen es uns, die Fischbestände besser einzuschätzen und sie entsprechend zu schützen. Fischfangmethoden werden stetig optimiert, um beispielsweise Beifangmengen zu reduzieren“.

Nur Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die in ihren Rezepten „klug gefischte“ Fische und Meeresfrüchte verwenden, können im Wettbewerb gewinnen. Dazu gilt es lediglich, das Lieblingsgericht zu kochen, zu fotografieren sowie Rezept und Foto auf der Website hochzuladen. Eine fachkundige Jury wird nach Ende des Wettbewerbszeitraums die besten Rezepte küren. Neben der Nachhaltigkeit des verwendeten Fisches liegt ein besonderes Augenmerk auf der regionalen Herkunft der weiteren Zutaten, der Kreativität der Rezepte, und natürlich auch auf der optischen Präsentation sowie dem Geschmack. Auf die Teilnehmenden warten attraktive Preise, darunter als Hauptpreis eine Mitfahrt auf einem Forschungsschiff für zwei Personen.

Um möglichst viele Menschen für das Problem der Überfischung zu sensibilisieren, richtet das Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane den Rezeptwettbewerb „Klug gefischt“ zusammen mit EDEKA und der Umweltschutzorganisation WWF aus. Der EDEKA-Verbund hat es sich zur Aufgabe gemacht, nur noch Fisch aus verantwortungsvoller Fischerei in seinem Sortiment anzubieten. Fachliche Beratung liefert dabei der WWF, dessen regelmäßig aktualisierter Fischratgeber beim Konsum von Fischprodukten Orientierung bietet. Mit einem Ampelsystem kennzeichnet er nicht nur die Arten, sondern auch die Herkunftsregionen, aus denen Fische und Meeresfrüchte guten Gewissens gegessen werden dürfen. Denn während beispielsweise Lachs aus der Ostsee überfischt ist, sind die Bestände vor der Küste Alaskas aktuell nicht gefährdet.

Weitere Informationen zum Wettbewerb, das Teilnahmeformular, Wissenswertes aus der Fischerei- und Aquakulturforschung sowie den WWF-Fischratgeber finden Sie unter: http://www.wissenschaftsjahr.de/rezeptwettbewerb

Gerne können Sie für Ihre Berichterstattung auch das angehängte Key Visual unter der Angabe des folgenden Copyrights verwenden: © BMBF/Wissenschaftsjahr 2016*17.

Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane

Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht es um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.

Pressekontakt
Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane
Christine Rutke
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