Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) wird ausgewählter Ort 2011

Die Kernbotschaft vom Land der Ideen umfasst ein breites Themenspektrum, das die Initiative in ihre Aktivitäten einbindet: Sie macht technologische Innovationen sichtbar, setzt kreative kulturelle und gesellschaftliche Impulse und unterstützt wissenschaftlichen Forschergeist.

In Deutschland erleiden ca. 250.000 Patienten pro Jahr einen Schlaganfall. Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache, die zweithäufigste Ursache von Demenz und die häufigste Ursache von bleibender Behinderung in den westlichen Ländern. Neben dem erheblichen menschlichen Leid hat der Schlaganfall auch enorme ökonomische Auswirkungen (bereits 1995 bezifferten sich allein die direkten Krankenhauskosten auf 6,1 Milliarden Euro, Gesundheitsberichterstattung des Bundes 1995), welche zukünftig aufgrund der demografischen Veränderungen in Deutschland weiter zunehmen werden.

Die Lyse ist die Therapie der Wahl bei einem durch einen Thrombus verursachten Schlaganfall. Leider kann diese Therapie nur in 2 bis 4 % der Fälle erfolgreich eingesetzt werden. Die Anwendung der Lysetherapie setzt eine sorgfältige Diagnose voraus. Es muss zweifelsfrei gesichert sein, dass bei den Patienten ein Thrombus vorliegt. Sollte der Schlaganfall z.B. auch durch eine Hirnblutung verursacht worden sein, so wäre die Lysetherapie kontraindiziert. Das zeitliche Therapiefenster beträgt nur 3 Stunden. Durch die Anfahrt des Rettungsfahrzeuges zum Schlaganfallpatienten, den Transport des Patienten in die Klinik und die Diagnose in der Klinik vergeht in der Regel so viel Zeit, dass die Lysetherapie nicht mehr erfolgreich eingesetzt werden kann.

Bei dieser Problematik setzt die Entwicklung von Prof. Dr. Klaus Faßbender, dem Direktor der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg an. Entsprechend des neuen Konzeptes „Das Krankenhaus kommt zum Schlaganfallpatienten“ beherbergt die einzigartige Mobile Stroke Unit, ein CT, Laborgeräte und Telemedizinanbindung zum Krankenhaus.

Das Besondere: Patienten verlieren durch Diagnose und Behandlung am Notfallort keine Zeit für den Transport in die Klinik.

Die Entwicklung des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg und der Universität des Saarlandes hilft in der Zukunft die Folgen eines Schlaganfalles und das damit verbundene Leid dramatisch zu reduzieren.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. med. Klaus Faßbender
Direktor der Klinik für Neurologie
Universitätsklinikum des Saarlandes
Tel.: 06841/16-24103
Fax: 06841/16-24137

Scroll to Top