Klinik erhält neuen Outdoor-Rollstuhl im Tausch gegen verbrauchte Stifte

Der bisher genutzte Rollstuhltyp der Klinik ließ sich aufgrund seiner Geländeuntauglichkeit kaum im Freien nutzen. Erholsame Ausflüge waren für die Patienten damit nur eingeschränkt bis gar nicht möglich. Die Stiftesammlung konnte bisher insgesamt 1.682 Euro an Spenden generieren, was einer Anzahl von 81.120 Stiften entspricht.

„Einige Patienten, die unter akuter Magersucht leiden, müssen bei starker Unterernährung in den ersten Tagen und Wochen der stationären Behandlung längere Wege im Rollstuhl zurücklegen. Zum einen, da die Patienten oftmals sehr schwach sind und an körperlichen Komplikationen leiden. Zum anderen helfen wir den Patienten, deren Selbstwahrnehmung manchmal stark beeinträchtigt ist, ihrem massiven Bewegungsdrang zu widerstehen“, erklärt Prof. Stefan Ehrlich. Der Leiter des Zentrums für Essstörungen an der Klinik für Jugendpsychiatrie und -psychotherapie weiß vor allem die verbesserten Möglichkeiten zu schätzen, die der neue Rollstuhl mit sich bringt: „Die Besuche des Außenbereichs gemeinsam mit Pflegern oder Angehörigen sind positive Aktivitäten, die stimmungsaufhellend wirken können und die Therapietreue bei den oft langen Klinikaufenthalten verbessern. Bisher waren Besuche außerhalb der Klinik für das Pflegepersonal und die Patienten mit einer Vielzahl an Anstrengungen verbunden, da unsere bisherigen Rollstühle nicht für eine Außennutzung ausgelegt waren. Der Outdoor-Rollstuhl macht diese Ausflüge in Zukunft deutlich erholsamer, steigert deren Attraktivität und motiviert unsere Patienten weiter ihr Bestes zu geben.“

Die Sammlung ausgemusterter Kugelschreiber, Filzstifte und Textmarker wird am Uniklinikum seit 2012 über mehrere Anlaufstellen organisiert. Auf dem gesamten Klinikumsgelände sind zu diesem Zweck mehr als 70 Boxen verteilt, an denen die recyclebaren Stifte entsorgt werden können. Für jeden Stift, den Unterstützer der Aktion im Uniklinikum abgeben, zahlt die Firma Terra Cycle zwei Cent, die das Unternehmen an die Stiftung Hochschulmedizin Dresden weitergibt. Die Stiftung unterstützt mit zahlreichen Projekten die Krankenversorgung am Uniklinikum Dresden und hat auch die Finanzierung des Rollstuhls in die Wege geleitet. Insgesamt konnten bereits 81.120 Stifte gesammelt werden – das entspricht einem Gewicht von 811 Kilogramm.

Umweltschutz am Uniklinikum Dresden

Die klinikumsinterne Umweltinitiative Carus Green engagiert sich in vielfältiger Weise für den Schutz der Umwelt. So gelang es ihr unter anderem, den Anteil von Recyclingpapier am Uniklinikum von sieben auf 43 Prozent zu erhöhen und den Einkauf von regionalen Lebensmitteln für das Mitarbeiterrestaurant anzuregen. Die Stiftesammlung, die die Initiative bereits in ihrem Gründungsjahr 2012 ins Leben rief, geht noch weiter – sie schützt nicht nur die Umwelt, sondern trägt durch ihre Erlöse auch zu einer verbesserten Krankenversorgung am Dresdner Uniklinikum bei. Interessierte, die das Projekt unterstützen und ebenfalls Stifte sammeln möchten, können sich per E-Mail gerne unter carusgreen@uniklinikum-dresden.de melden.

Stiftung Hochschulmedizin

Das Ziel der Stiftung Hochschulmedizin ist es, das Universitätsklinikum und die Medizinische Fakultät in den Bereichen Krankenversorgung und Patientenfürsorge, der medizinischen Forschung und der Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal zu fördern. Dabei wird sie auch von zahlreichen Privatpersonen unterstützt. Über die Bankverbindung „Ostsächsische Sparkasse Dresden, IBAN DE27 8505 0300 0221 0457 40, BIC OSDDDE81XXX“ nimmt die Stiftung jederzeit Zuwendungen entgegen. Weitere Informationen zur Stiftungsarbeit hält die Website www.stiftung-hochschulmedizin.de bereit.

Kontakt für Journalisten

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Zentrum für Essstörungen
Leitung: Prof. Dr. Stefan Ehrlich
Tel. 0351 / 4 58 35 76
E-Mail: stefan.ehrlich@uniklinikum-dresden.de

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