Klangraum, Ruheplatz, Glückswege

(djd). Es war einmal vor über tausend Jahren, als Mönche inmitten der sanften Hügellandschaft des Unterallgäus ein Kloster gründeten. Sie wählten einen Platz, der im weiten Tal der Westlichen Günz, rund zehn Kilometer südöstlich von Memmingen liegt. In diesem Jahr feiert die Benediktinerabtei Ottobeuren ihr 1.250-jähriges Bestehen. Seit 764 leben hier Mitglieder der brüderlichen Gemeinschaft nach der Regel des Heiligen Benedikt von Nursia – und das ununterbrochen trotz wechselvoller Geschichte und der Aufhebung des Klosters während der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Das Kloster und die imposante Barockbasilika sind heutzutage spirituelles Zentrum der Region und kultureller Veranstaltungsort – Ruheplatz und Klangraum zugleich.

Klangvolles Jubiläumsprogramm

Seit über 60 Jahren gibt es die „Ottobeurer Konzerte“. Die besondere Akustik und Atmosphäre der Klosterkirche begeisterte schon legendäre Dirigenten wie Herbert von Karajan und Leonhard Bernstein. In deren Nachfolge kommen seither Jahr für Jahr international bekannte Ensembles in den 8.000-Einwohner-Ort. Das klangvolle Jubiläumsprogramm beginnt schon am 29. Mai mit der Konzertreihe im barocken Kaisersaal, in deren Rahmen bis 27. September ein breites Spektrum an Kammermusik dargeboten wird. Unter http://www.ottobeuren.de gibt es weitere Informationen dazu.

Bruckner und Bach in der Basilika

Die Basilikakonzerte starten am 29. Juni mit einem – erneuten – Gastspiel des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin unter seinem Chefdirigenten Marek Janowski und Anton Bruckners „8. Symphonie“. Am 20. Juli lassen das Symphonieorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Bernard Haitink „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn erklingen. Das Werk wurde bereits 1801 und 1809 sowie 1946 als erstes Oratorium überhaupt in der Basilika aufgeführt. Mit der Aufführung der „Missa solemnis“ von Franz Xaver Schnizer und Johann Sebastian Bachs „Magnificat“ beschließt das Amsterdam Baroque Orchestra & Choir unter dem Dirigat von Ton Koopman den musikalischen Reigen am 21. September.

Wanderglück auf Kneipps Spuren

Die Ottobeurer Konzerte sind ein guter Anlass, aber nicht der einzige Grund, um ins Unterallgäu zu kommen. Wer eine Auszeit vom Alltag nehmen und neue Kraft tanken möchte, findet rund um die Abtei vielfältige Möglichkeiten zur aktiven und genussreichen Erholung. Das Wissen, wie sich Körper und Seele in Einklang bringen lassen, ist in der Region tief verankert. Schließlich stammt Pfarrer Sebastian Kneipp aus Stephansried und wurde in der Basilika Ottobeuren getauft. Die Lehre des „Wasserdoktors“, welche die heilsame Wirkung von Wasser und Pflanzen sowie Bewegung und gesunde Ernährung beinhaltet, ist in Zeiten von Stress und Burn-out aktueller denn je. Einen Weg zum individuellen Glück finden manche auch in Wanderschuhen. Die über 800 Kilometer lange „Wandertrilogie Allgäu“, deren Name auf die drei Höhenlagen des Allgäus anspielt, führt über die „Glückswege“ durch die vergleichsweise flache Altmoränenlandschaft des Unterallgäus. Unter den Angeboten zur Stressbewältigung finden Interessierte aber auch Yoga oder Musikmeditation.

Das Reiseziel in Kürze

Kultur und Glück in Ottobeuren

(djd). Die Benediktinerabtei Ottobeuren feiert 2014 ihr 1.250-jähriges Bestehen. Das Kloster und die imposante Barockbasilika im Unterallgäu sind heutzutage spirituelles Zentrum der Region und kultureller Veranstaltungsort. Die jährlich stattfindenden „Ottobeurer Konzerte“ warten mit einem besonders klangvollen Programm auf: eine Kammerkonzertreihe im barocken Kaisersaal und drei Basilikakonzerte (29. Juni, 20. Juli, 21. September) mit international bekannten Ensembles. In der Heimat des „Wasserdoktors“ Sebastian Kneipp gibt es außerdem vielfältige Möglichkeiten zur aktiven und genussreichen Erholung. Bewegungshungrige wandern etwa auf „Glückswegen“ durch die sanft-hügelige Altmoränenlandschaft. Unter http://www.ottobeuren.de gibt es weitere Informationen.

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