Kita-Modell macht bundesweit Schule

(djd). Damit Eltern künftig Job und Familie besser vereinbaren können, haben Kinder unter drei Jahren ab 1. August 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz – theoretisch. Denn um diese Vorgabe zu erfüllen, müssten bis zum Stichtag bundesweit noch rund 220.000 Kindertagesstätten-Plätze geschaffen werden. Einen Weg aus dieser Zeitnot weist ein neues Baukonzept, das von der Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (BGW) entwickelt wurde und das immer mehr Interessenten findet. Aufgrund ihrer Systembauweise kann die „Zukunftskita“ nach nur zehn Monaten eröffnet werden. Die reine Bauzeit beträgt sieben Monate.

„Allein in Bielefeld fehlen rund 1.000 Kindergartenplätze für Kinder unter drei Jahren. Daher mussten wir eine kostengünstige Lösung finden, die sich innerhalb kürzester Zeit umsetzen lässt“, sagt Norbert Müller, Geschäftsführer der BGW. Planer und Architekten des Unternehmens haben eine Kindertagesstätte in modularer Holzständerbauweise entwickelt, die vielerorts realisiert werden kann. Einzige Bedingung ist ein Grundstück mit einer Größe von etwa 1.350 Quadratmetern. Das zweigeschossige Gebäude entspricht dem Passivhausstandard und bietet mit einer Nutzfläche von 565 Quadratmetern Platz für drei Gruppen. Schon jetzt liegen der BGW 25 Anfragen aus deutschen Städten vor, die ebenfalls eine „Zukunftskita“ planen. Mehr Details gibt es unter http://www.bgw-bielefeld.de im Internet.

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