Kinderdurchfall ernst nehmen

(djd). Es rumort im Bäuchlein, das Gesicht ist blass und der Nachwuchs klagt über Übelkeit: Durchfall ist nach Erkältungen das zweithäufigste Krankheitsbild bei Kindern. Aus medizinischer Sicht sind die meisten Durchfallgeschehen harmlos. Oft stecken Viren oder Bakterien dahinter, die das Kind per Schmierinfektion aufnimmt, indem es infizierte Gegenstände in den Mund steckt. Die Krankheitserreger wandern zu den Verdauungsorganen und besetzen die Darmschleimhaut. Dort stören sie die Ausscheidungsfunktion. Der Darm kann nicht mehr genügend Flüssigkeit und Nährstoffe aufnehmen, stattdessen schaltet er auf Ausscheidung, um so die Eindringlinge loszuwerden. Auch eine Temperaturerhöhung des Körpers soll dazu beitragen, fiese Keime abzutöten, und ist bei einem Magen-Darm-Infekt nichts Außergewöhnliches – ebenso wie Erbrechen. Meist halten die heftigen Durchfälle nur ein bis zwei Tage an, dann hat sich der Organismus normalerweise erfolgreich gegen die Invasoren gewehrt.

Saurer Darm – gesunder Darm

Normalerweise ist das Darmmilieu aufgrund der dort vorhandenen Milchsäurebakterien leicht sauer. Sie bilden eine Art Schutzfilm, der Eindringlinge abwehrt. Zudem stimulieren sie die Immunabwehr der Darmschleimhaut und machen sie so weniger anfällig für Krankheitserreger. Während einer Durchfallerkrankung sind die natürlichen Milchsäurebakterien oft reduziert und benötigen Verstärkung. Daher rät der Berliner Gastroenterologe PD Dr. med. Harald Matthes, Ärztlicher Leiter am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe: „Die Behandlung akuter Diarrhöen mit Laktobazillen wirkt sich hoch signifikant verkürzend und abmildernd auf den Krankheitsverlauf aus. Lacteol eignet sich für alle Typen der akuten infektiösen Diarrhö und kann auch bei immunreduzierten Patienten, Säuglingen und kleinen Kindern als First-Line-Therapie eingesetzt werden.“ Schon wenige Einnahmen genügen, um das Wachstum der gesunden Darmflora zu fördern und diese zu stärken.

Warnsignale für eine Austrocknung

Bei extrem heftigen oder länger anhaltenden Durchfallattacken sehr junger Patienten besteht allerdings die Gefahr der Austrocknung. So verliert der kleine Körper aufgrund der vielen wässrigen Durchfälle und gleichzeitigem Erbrechen viele lebensnotwendige Mineralstoffe. Je jünger das Kind, desto schwerer kann der Organismus den erlittenen Verlust ausgleichen. Daher sollten Eltern darauf achten, dass der kranke Sprössling genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Zu den frühen Warnzeichen einer Austrocknung gehören eine trockene Zunge, trockene Lippen und eine trockene Mundschleimhaut sowie ein dunkler Urin. Beim Weinen bilden sich kaum noch Tränen. Das Kind erscheint teilnahmslos, müde und schlapp, die Haut wirkt blass. Ist dies der Fall, sollten die Eltern umgehend einen Kinderarzt oder ein Krankenhaus aufsuchen, damit der erlittene Flüssigkeitsverlust umgehend ausgeglichen werden kann.

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