Kick-off Meeting des EU-geförderten Projektes EURE-CART

Hauptziel des EURE-CART Projektes ist die Durchführung einer internationalen und multizentrischen Phase I/IIa klinischen Studie zum Nachweis der Sicherheit und Effektivität eines Zellproduktes zur Behandlung der Akuten Myeloischen Leukämie (AML) und des Multiplen Myeloms (MM).

Prof. Dr. Attilio Bondanza – Leiter der Immuntherapieabteilung am IRCCS Ospedal San Raffaele in Mailand, Italien – entwickelte T-Zellen, die mittels eines Chimären Antigen Rezeptors (CAR) spezifisch das Oberflächenmolekül CD44v6 erkennen. Die Rechte zur Herstellung und Weiterentwicklung dieses Zellproduktes wurden im Jahre 2015 an das italienische Unternehmen MolMed S.p.A. abgetreten. Versuche mit CD44v6-spezifischen CAR T-Zellen in geeigneten vor-klinischen Modellen führten zu vielversprechenden Ergebnissen, sodass das EURE-CART Konsortium davon ausgeht, dass CD44v6-spezifische CAR T-Zellen therapeutisch hochwirksam sein werden, da die Zielstruktur CD44v6 spezifisch auf Leukämie- und Myelomzellen exprimiert wird.

„Ein wesentliches Merkmal dieses Projekts und des Konsortiums ist der internationale und interdisziplinäre Ansatz. Besonders als solches ist es wichtig, regelmäßig zusammenzukommen, um einen erfolgreichen Projektverlauf zu gewährleisten“, so Dr. Catia Traversari, Leiterin des EURE-CART Projektes der Firma MolMed. „Das Kick-Off Meeting ist ein wichtiger Meilenstein dieses Projektes und ich sehe freudig den nächsten Projektschritten entgegen, um die klinische Forschung mit CD44v6-spezifischen CAR T-Zellen voranzutreiben.“
Die Europäische Kommission fördert das EURE-CART Projekt im Rahmen des Horizont 2020 Förderprogramms „Neue Therapien für chronische Erkrankungen“ mit 6 Millionen Euro. Die Fördersumme soll für Forschungs- und Entwicklungskosten sowie für die klinische Translation eingesetzt werden.

Das Konsortium:
Das EURE-CART Konsortium setzt sich aus neun Partnern aus fünf europäischen Ländern mit klinischem, wissenschaftlichem und industriellen Hintergrund zusammen: MolMed S.p.A. (Italien), Ospedale San Raffaele srl (Italien), Universitätsklinikum Würzburg (Deutschland), Ospedale Pediatrico Bambino Gesù (Italien), Fundacio Privada Institut de Recerca de L’hospital de la Santa Creu i Sant Pau (Spanien), Fakultni Nemocnice S Poliklinikou Ostrava Foundation (Tschechien), Istituto Superiore di Sanità (Italien), Acromion GmbH (Deutschland) und ARTTIC SAS (Frankreich).

Das europäische Forschungsprogramm Horizont 2020:
Das aktuelle Forschungsprogramm Horizont 2020 ist mit einem Budget von fast 80 Milliarden Euro über einen Zeitraum von 7 Jahren (2014-2020) das größte europäische Forschungsprogramm der Europäischen Union aller Zeiten. Horizon 2020 hat zum Ziel, durch internationale Zusammenarbeit in Forschung und Innovation in allen relevanten Forschungsbereichen Durchbrüche zu erzielen, um großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Bekämpfung von Krankheiten, der langfristigen Sicherung der Energieversorgung oder dem Klimawandel erfolgreich zu begegnen.

Kontakt:
ARTTIC SAS International Management Services
Patrizia Torremante
Tel: Tel: +49 89 248 83 03-13
E-Mail: torremante@arttic.eu

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