Keine Streithansel

(djd). Die Mediation als Alternative zum Gerichtsverfahren gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Dabei versuchen die Konfliktparteien durch Unterstützung einer dritten, überparteilichen Person, zu einer gemeinsamen Lösung zu gelangen. Der Mediator trifft im Gegensatz zum Richter keine eigenen Entscheidungen, sondern moderiert lediglich das Verfahren.

Dem aktuellen „Roland“-Rechtsreport zufolge sind 57 Prozent der Bundesbürger, die die Möglichkeit der Mediation kennen, davon überzeugt, dass sich damit viele rechtliche Auseinandersetzungen beilegen ließen. „Die Mehrheit der Deutschen möchte tatsächlich einen Gerichtsprozess vermeiden“, betont Gerhard Horrion, Vorstandsvorsitzender der Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG. Einer der wichtigsten Gründe sei das damit verbundene hohe finanzielle Risiko. Im Rechtsreport nannten 64 Prozent dieses Risiko als Hauptgrund für die Vermeidung eines Prozesses. Ebenfalls 64 Prozent widerstrebt es grundsätzlich, Streitigkeiten vor Gericht zu klären.

Der Mediation steht im Übrigen auch eine deutliche Mehrheit der Richter und Staatsanwälte positiv gegenüber. 85 Prozent der Juristen halten vor allem bei Nachbarschaftsstreitigkeiten ein solches Verfahren für sinnvoller als ein Gerichtsverfahren – das entspricht fast exakt der Quote in der Gesamtbevölkerung, hier bevorzugen 87 Prozent beim Nachbarschaftsstreit die Mediation.

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