Keine seltene Ausnahme

(djd). Der Bau eines eigenen Hauses ist für die meisten Menschen ein wichtiger Meilenstein auf ihrem Lebensweg. Doch ganz stressfrei ist die Bauzeit in vielen Fällen leider nicht. Ein Grund sind gravierende Baumängel, die keine seltene Ausnahme sind. So ergab eine Umfrage unter den Mitgliedern der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB), dass 55 Prozent der befragten Bauherren während der Bauzeit durchschnittlich zehn Mängel konstatierten mussten. 40 Prozent gaben an, dass bei der Schlussabnahme im Schnitt 13 Mängel festgestellt wurden, und bei immerhin 14 Prozent der Befragten tauchten noch durchschnittlich sechs Mängel in der Verjährungsfrist auf.

Wichtige Rolle des Beraters bei der Erkennung von Baumängeln

Da Bauherren meist keine Bausachverständigen sind, können sie sich durch eine unabhängige Beratung absichern. Bauherrenberater des BSB beispielsweise begleiten den Hausbesitzer in spe durch alle Bauphasen. Mängel können auf diese Weise frühzeitig entdeckt und damit auch mit vergleichsweise geringem Aufwand beseitigt werden. Wie wichtig diese Beratung ist, zeigt ebenfalls die Umfrage. Als besonders wichtig erachteten 82 Prozent der Bauherren die Rolle ihres unabhängigen Bauherrenberaters bei der Erkennung von Baumängeln und der Vermeidung finanzieller Verluste. Die Unterstützung bei der Durchsetzung von Mängelbeseitigungsansprüchen war für 38 Prozent besonders wichtig. Und bereits bei der Bewertung von Angeboten ist 44 Prozent der Teilnehmer eine unabhängige Beratung wichtig.

Flächendeckendes Beraternetz in Deutschland

Auf der Website http://www.bsb-ev.de bietet die Verbraucherschutzorganisation, die Mitglied im Verbraucherzentralen Bundesverband ist, zahlreiche Informationen und Checklisten zur Vorbereitung und Durchführung von Bauprojekten. Dazu gibt es die Adressen unabhängiger Bauherrenberater, die in ganz Deutschland per Postleitzahlen-Suche gefunden werden können.

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