Keine Lust aufs Rentner-Ghetto

(djd). Eine Millionenstadt ausschließlich für ältere Menschen? Was nach einer Schnapsidee klingt, ist in China tatsächlich geplant. Auf 120 Quadratkilometern möchte ein Investor im Norden des Landes eine „Senioren-City“ errichten, die perfekt auf altersgerechtes Wohnen abgestimmt ist – von der Pflege über die Barrierefreiheit bis hin zur Versorgung.

Die weitaus meisten Bundesbürger hätten keine Lust auf ein solches „Rentner-Ghetto“. Das ergab zumindest eine aktuelle TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Ergo Direkt Versicherungen. Demnach möchten mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) im Ruhestand keinesfalls nur von anderen älteren Menschen umgeben sein. Lediglich 30 Prozent halten die „Senioren-City“ für eine gute Idee, weil man hier tatsächlich seniorengerecht wohnen und leben könnte.

Am liebsten möchten ältere Menschen im gewohnten Wohnumfeld den Ruhestand verbringen, der Umzug in ein Pflegeheim oder eine Seniorenresidenz stellt immer nur eine Notlösung dar. Für viele ist eine Senioren-WG heute allerdings eine Option. „Falls das Gefüge insgesamt harmoniert, ist eine WG das beste Mittel gegen die Einsamkeit im Alter“, betont Heike Bohnes, unabhängige Sachverständige für Pflege aus Aachen. Werde einer der Bewohner beispielsweise pflegebedürftig, ließe sich die Hilfe und Betreuung von außen oftmals leichter organisieren, als wenn der Betroffene allein lebe.

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