Kein Bohren mehr für Zahnimplantate

Strahlendes Lächeln, Zähne, Zahngesundheit

Ein schönes Lächeln ist den meisten Menschen überaus wichtig. Daher ist es kaum verwunderlich, dass sich immer mehr Verbraucher für das Zähne bleaching oder weitere kosmetische Zahnkorrekturen interessieren.

Denjenigen, die jedoch aus medizinischen Gründen einen künstlichen Zahnersatz benötigen, steht heutzutage lediglich eine sehr beschränkte Auswahl verschiedener Möglichkeiten zur Verfügung. Im Bereich des Zahnersatzes werden schließlich entweder Implantate oder Brücken genutzt.

Dabei sind beide dieser Lösungen mit gewissen Nachteilen verbunden, da ein Abschleifen der umliegenden Zähne bei der Anwendung von Brücken nötig ist, für die Implantate ist es dagegen unvermeidbar, in den Kiefer Löcher zu bohren. Nicht zu vernachlässigen ist auch, dass stets das Risiko einer Knochenrückbildung zu berücksichtigen ist.

Allerdings wurde von dem Unternehmen NDI, Natural Dental Implants, nun eine Möglichkeit entwickelt, die sich wesentlich schonender zeigt.

Orientierung am Originalzahn

Das neuartige Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass im ersten Schritt ein Scannen des Originalzahns mithilfe eines 3D-Röntgensystems erfolgt. So wird ein präzises Abbild des eigenen Zahns geschaffen. Auf Basis dieser Daten findet dann die Herstellung des Ersatzzahnes statt.

Gefertigt ist der obere Teil dieses Zahns aus Zirkonkeramik, der untere Teil der Zahnwurzel besteht aus Titan, wobei die beiden Materialien nahtlos miteinander verbunden sind. In das bereits bestehende Zahnfach wird der künstliche Zahn dann lediglich eingeschoben, sodass ein Bohren nicht mehr nötig ist. In der Zahnwurzel aus Titan sind nämlich eingefräste Vertiefungen zu finden, die im Laufe der Zeit in den Knochen des Kiefers einwachsen. Daneben nimmt auch das Zahnfleisch den Kunstzahn schnell an.

So soll das Festwachsen des Zahnes innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen sein. Zu diesem Zeitpunkt ist dann das Aufsetzen einer festen, finalen Krone möglich, welche das Zahnbild optisch perfektioniert. Eine Beschädigung der umliegenden Zähne ist dabei nicht nötig.

Wichtig ist nur, dass der originale Zahn vor seinem Ersatz noch im Kiefer sitzt. Die Ersetzung durch den Kunstzahn erfolgt dann, nachdem dieser gezogen wurde.

Vorteile für Patienten und Zahnärzte

Dieses innovative Verfahren soll nicht nur für Patienten, sondern auch für die Zahnärzte große Vorteile bedeuten. Schließlich müssen diese keine Bohrung im Kiefer vornehmen, sodass sie auf die Spezialausbildung, die dafür normalerweise vorgeschrieben wird, verzichten können.

Daneben müssen festinstallierte Brücken, welche im Bereich des Zahnersatzes die günstigste Möglichkeit darstellen, in der Regel nach einer Durchschnittszeit von zehn Jahren ersetzt werden. Im Gegensatz dazu, können sich die Patienten nun an ihren neuen Implantaten bis zu 40 Jahre lang erfreuen.

Ablauf der Behandlung

Gliedern lässt sich die neuartige Zahnbehandlung in vier einzelne Schritte.

Im Rahmen des ersten Termins erfolgt eine digitale und physische Erfassung des Zahns, außerdem findet eine Aufnahme von Röntgenbildern statt. Bis zur Fertigstellung des Zahnersatzes vergehen dann in der Regel 14 Tage.

Folgt der zweite Termin, wird in diesem die Entnahme des alten Zahns realisiert und der neue Zahnersatz eingesetzt. Dieser wird an seiner oberen Seite zum Schutz noch mit einer provisorischen Krone versehen, welche an den benachbarten Zähnen befestigt wird.

Im nächsten Schritt folgt der Prozess der Einheilung, der ungefähr ein halbes Jahr in Anspruch nimmt. Im Laufe dieser Zeit kommt es zu einer Verankerung des neuen Zahns in den Knochen des Kiefers. Allerdings müssen die Patienten sich während des Einheilungsprozesses bei der Zahnreinigung und der Ernährung an einige Regeln halten.

Der vierte Schritt besteht dann abschließend darin, dass die finale Krone auf dem künstlichen Zahn befestigt wird.

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