Kalkprobleme einfach lösen

(djd). Die Reinigung der Armaturen im Bad war oft nicht so leicht, der Wasserkocher war völlig verkalkt, in der Waschmaschine gab es harte Wäsche. Der gefürchtete Kalk bereitete auch Ursula Maria Gruchot aus Travemünde großes Kopfzerbrechen. Sie wusste auch, dass dies der an-organische Kalk war, der so in die Lebensmittelkette kam. Frau Gruchot, gelernte Industriekauffrau, wollte ein natürliches Leitungswasser haben, konnte sich jedoch die handelsüblichen, teuren Enthärtungsgeräte nicht leisten. Da Not erfinderisch macht, nahm die aus Nordrhein-Westfalen stammende Erfinderin sich die Natur zum Vorbild.

Pfiffige Entdeckung

In Flüssen und Gewässern kommt durch die Verwirbelungen (Strudelbildung) nur die gelöste Form des Kalkstaubs vor, denn erst wenn das Wasser durch starre Leitungen fließt, entsteht der harte, Kalk. „Ich schloss daraus, dass der Kalk genau dort in seine gelöste Form umgewandelt werden muss, wo das Wasser entnommen wird und nicht mehr durch Leitungen fließt. Als Kinesiologin kannte ich die ausgleichende Acht. Ich fing an zu experimentieren und formte aus einer einfachen Büroklammer eine Acht. Diese setzte ich unter der üblichen Dichtung in den Perlator des Wasserhahns ein“, erinnert sich Ursula Maria Gruchot. Die Überraschung war groß, denn das Wasser schmeckte anschließend wirklich angenehmer, der Tee aromatischer, und nach 14 Tagen lösten sich sogar die starken Verkrustungen im Heißwasserkocher. Die Idee der Wasseracht war geboren, für die es inzwischen ein Patent gibt. Aus der Büroklammer als Prototyp haben sich professionelle Modelle in fünf verschiedenen Größen von 15 bis 24 Millimeter entwickelt. Sie sind im praktischen Haushaltsset im Internet-Shop unter http://www.wasseracht.com erhältlich.

Natürliche Verwirbelungen

Die gebogene Form der Acht verwirbelt das Wasser beim Austreten aus dem Hahn in drei Richtungen so wie im Fluss das Wasser über Stock und Stein fließend einen Rechts- und Linksdrall bekommt. Der harte Kalk wird dadurch in seine gelöste Form aufgespalten. „Es ist mir gelungen, die Natur mit einer einfachen Erfindung zu kopieren. Ich gebe dem Wasser seine ureigene Qualität zurück, und der feine Kalkstaub wird damit einfach weg geschwemmt“, macht die pfiffige Hausfrau deutlich. Dank ihrer Lösung benötigt guter Kaffee jetzt erheblich weniger Kaffeepulver, die Waschmaschine und Spülmaschine weniger Waschmittel und auch beim Baden verbreitet sich echtes Wohlgefühl. „Es wäre wünschenswert, wenn alles, was mit Leitungswasser zu tun hat, künftig mit einer Wasseracht ausgestattet wird“, blickt die Erfinderin in die Zukunft. Zudem spare der Verbraucher beim Jahresverbrauch im Haushalt durch den verminderten Wasserdruck.

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