„Känguru“: Neue Station versorgt kranke Neugeborene und deren Mamas gemeinsam

„Studien belegen, dass die erste Zeit, die Mama und Baby miteinander verbringen, für ihre Bindung und den Erfolg des Stillens ganz wichtig ist. Mit unserer neuen Känguru-Station können wir diese gemeinsame Zeit auch dann ermöglichen, wenn das Neugeborene besonderer Betreuung bedarf und von Kinderärzten und Kinderkrankenpflegekräften versorgt werden muss“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Janni, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Bisher mussten Neugeborene mit besonderem Betreuungsbedarf in die Kinderklinik verlegt werden, immerhin 20 bis 25 Prozent der Babys – während die Mütter in der Frauenklinik blieben. „Känguru“ hilft in Zukunft in vielen Fällen, die Trennung zu vermeiden.

„Wir versorgen auf der Känguru-Station beispielsweise Neugeborene mit dem Risiko einer Unterzuckerung, mit geringfügigen Infektionen oder mit Gelbsucht, einer häufigen Erkrankung bei Säuglingen. Auch Babys, die ein wenig zu früh geboren sind, sind hier mit ihren Müttern gut aufgehoben“, erläutert Prof. Dr. Helmut Hummler, Leiter der Sektion Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und Leitender Oberarzt. Tritt eine kritische Erkrankung auf, können die Neugeborenen wie gehabt sofort direkt in die benachbarte Kinderklinik verlegt werden.

„In der neuen Känguru-Station können wir je nach Bedarf maximal sechs Mütter mit ihren Neugeborenen aufnehmen. Die Zimmer verfügen über spezielle Überwachungseinheiten für die Neugeborenen und, wie auf einer normalen Wochenstation, natürlich für die Mütter“, erklärt PD Dr. Frank Reister, Leiter der Sektion Geburtshilfe an der Ulmer Frauenklinik. „Wir freuen uns, dass wir unseren Müttern und Babys diese neue Möglichkeit bieten können, die das gemeinsame Erleben der ersten Lebensphase mit größtmöglicher Sicherheit verbindet“, so Reister.

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Mit freundlichen Grüßen
Petra Schultze

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (SII)
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