Jugendgesundheit: „J1 – damit du Bescheid weißt“

Mit zwölf bis 14 Jahren zum Arzt gehen, ohne sich krank zu fühlen? Ja, nämlich zur Jugendgesundheits- untersuchung J1. Sie ist die einzige Vorsorgeuntersuchung zwischen der U9 und dem Gesundheits- Check ab 35 Jahren, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. Da viele junge Patienten und auch Eltern die Untersuchung jedoch nicht kennen, nimmt sie nur jeder dritte Jugendliche wahr. Das will die durch Mehr Zeit für Kinder e.V. ins Leben gerufene Initiative „J1 – damit du Bescheid weißt“ ändern. Unterstützt wird sie dabei vom Impfstoffhersteller Sanofi Pasteur MSD (SPMSD).

Für Ärzte ist die Jugendgesundheitsuntersuchung J1 eine gute Gelegenheit, um die Patientenbindung zu den Jugendlichen aufzubauen und Vertrauen zu schaffen. Außerdem ko?nnen sie ihre Kompetenzen in Gesundheitsbildung und Prävention zeigen und zukünftige Patientengenerationen früh an die Praxis binden. Jeder Kinder- und Jugendarzt, praktische Arzt, Allgemeinmediziner und Hausarzt darf die J1 durchführen.

Die Initiative
Die Initiative J1 – damit du Bescheid weißt (www.info-j1.com) des Vereins Mehr Zeit für Kinder e.V. will die Bekanntheit der J1 steigern und möchte, dass wesentlich mehr Jugendliche diese Möglichkeit der Prävention nutzen und sich bei ihrem Arzt einen Termin geben lassen. Sie wurde gemeinsam mit Sanofi Pasteur MSD entwickelt, einem Unternehmen, das sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Impfstoffen spezialisiert hat. In den kostenlosen, interaktiven Schulworkshops der Initiative sensibilisieren pädagogisch geschulte Trainer Schüler der sechsten und siebten Klassen für die Signale ihres Körpers, den Wert ihrer Gesundheit und informieren über die J1. Für die Jugendlichen ist die Initiative nicht nur ein gesundheitlicher Gewinn: Die Schule mit den meisten „J1-Schülern“ gewinnt ein exklusives Schulkonzert mit Leon Taylor. Aufgrund des großen Interesses an den Schulworkshops wurde die zu Beginn des Jahres in Hessen gestartete Initiative bis zum Jahresende verlängert, sodass insgesamt 65 Schulen besucht werden können. Eine bundesweite Ausweitung ist geplant.

Unterstützung der Ärzte gefragt
Nur mit der Unterstützung der niedergelassenen Ärzte kann es der Initiative gelingen, die Untersuchungsraten der J1 zu steigern. Bei der Ansprache der Jugendlichen unterstützt die Initiative die Praxen mit kostenlosen Informationsmaterialien für Kinder und Eltern sowie Wartezimmerplakaten – auch hierauf ist die Resonanz positiv. Bestellt werden können diese über: www.info-j1.com.

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